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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Landvolktag: Streicheleinheit für Bauernseelen

20.03.2018

Ammerland /Friesland Ein Tippfehler bei der An- und Abmeldungen von Tieren auf dem Hof kann für Landwirte richtig teuer werden. „Ein Fehler in 10 000 eingegebenen Zahlen kann schnell fast 2000 Euro Kürzungen bedeuten“, sagte ein Landwirt beim Landvolktag des Ammerländer Landvolkes im Ohrweger Krug. Zum Verbandsgebiet gehören auch Varel sowie die Gemeinden Bockhorn und Zetel.

Hören sollte das vor allem Ministerin Barbara Otte-Kinast (CDU), in der Landesregierung zuständig für Ernährung, Landwirtschaft, und Verbraucherschutz. Sie war als Gast zum Landvolktag gekommen, um sich, wie sie sagte, „Hausaufgaben“ von den Anwesenden mitgeben zu lassen. Probleme mit der Bürokratie auf den Höfen kennt die Ministerin: „Bis vor wenigen Monaten habe ich das auf unserem Hof gemacht. Jetzt müssen es mein Mann und unsere Kinder mit erledigen“, sagte die Ministerin.

Hausaufgaben gab es noch mehr: Die Kommunen müssten mehr Geld für den ländlichen Wegebau bekommen, die Breitbandanbindung verbessert, Landwirte bei der Arbeit in Wasserschutzgebieten besser unterstützt werden, – die Liste der Wünsche der Landwirte war lang.

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Nicht alle Fragen konnte die Ministerin sofort beantworten – sie sagte aber zu, das nachzuholen. Streicheleinheiten für die Seelen der Landwirte gab es auch von Ammerlands Landrat Jörg Bensberg: Der Landwirt, im Dorf einst eine wichtige und geachtete Persönlichkeit, müsse sich heute mit der Schizophrenie der Verbraucher herumschlagen. Immer höhere Ansprüche an Tierwohl, Umwelt- und Naturschutz auf der einen Seite, der Wunsch nach Tiefstpreisen auf der anderen.

Die Landwirte auch im südlichen Friesland meisterten diesen Spagat, so Bensberg. Und dabei unterstütze sie die Verwaltung wo immer möglich.

Ein Stück Kritik konnte sich der Landrat aber nicht verkneifen: „Es gibt auch im Ammerland und in Friesland Berufskollegen, die es mit Tier- und Umweltschutz nicht so genau nehmen. Sie sind diejenigen, die besser als jeder andere wissen, wer das ist. Und sie tun gut daran, diese Kollegen anzusprechen – in ihrem eigenen Interesse.“

Den Ball nahm der Landvolk-Vorsitzende Manfred Gerken auf. Er persönlich stehe als Ansprechpartner für Landwirte und Nicht-Landwirte zur Verfügung, wenn es um Missstände gehe – und diese Möglichkeit werde auch schon genutzt.

Auch der Landvolk-Vorsitzende machte deutlich, dass Landwirte sich unter Druck fühlten. Die Düngeverodung sei ein bürokratischer Moloch, der viele Familienbetriebe zum Aufgeben bringen werde. Der Wolf mache den Haltern von Weidevieh Angst und auch die Preisentwicklung für die landwirtschaftlichen Produkte habe sich zwar entspannt, sei aber lange noch nicht gut.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Westerstede
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