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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Amtsarzt soll Angeklagten untersuchen

23.05.2014

Varel /Oldenburg Neuer Anlauf: Wegen Besitzes von kinderpornografischen Schriften und Bildern sollte sich am Donnerstag zum wiederholten Mal ein 56 Jahre alter Mann aus Varel in einer Berufungsverhandlung vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Der Angeklagte erschien aber nicht. Er hatte sich krank gemeldet. Das soll er schon mehrmals so gemacht haben. Dabei hatte der 56-Jährige die Berufungsverhandlung selbst angeschoben.

Wegen der Vorwürfe musste sich der Angeklagte schon einmal vor Gericht verantworten. Das Amtsgericht in Varel hatte ihn in einem ersten Prozess im Sinne der Anklage schuldig gesprochen und zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt. Doch der 56-Jährige will nicht ins Gefängnis. Deswegen hatte er gegen das Vareler Urteil Berufung eingelegt. Er will wohl zumindest eine Bewährungsstrafe erreichen.

Ob das gelingt, wenn der Angeklagte dann mal da ist, ist eher zu bezweifeln. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte einschlägig vorbestraft sein. Hintergrund des aktuellen Falles: Auf dem Rechner des 56-Jährigen sollen mehrere 1000 Dateien mit kinderpornografischen Inhalten gefunden worden sein. Eingeleitet wurde das Verfahren gegen den Vareler von der Staatsanwaltschaft Hannover. Dort befindet sich die Zentralstelle zur Bekämpfung und Verfolgung von Kinderpornografie. Die Zentralstelle ist gut vernetzt. Es soll nur eine Frage der Zeit gewesen sein, wann der Vareler auffliegt. So oder so: Nun muss verhandelt werden. Um das möglich zu machen, soll der Angeklagte jetzt amtsärztlich untersucht werden.