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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Ärger: Angehörige von Klinik nicht informiert

23.04.2013

Zetel Nicht gut zu sprechen ist Inge Peter derzeit auf das Krankenhaus in Sanderbusch. „Als meine Mutter entlassen wurde, bin ich nicht benachrichtigt worden, obwohl ich die amtliche Betreuerin bin“, sagt die Zetelerin. „Meine Mutter wurde in ein Taxi gesetzt und nach Zetel gefahren. Dort stand sie vor ihrer verschlossenen Tür, weil sie keinen Schlüssel dabei hatte und auch kein Geld, das Taxi zu bezahlen.“ Die Aufregung von Inge Peter ist deutlich zu spüren, als sie den Vorfall erzählt. Ihre Mutter, Gerda Winzer, 85 Jahre alt, ist leicht dement und war einige Tage zuvor mit dem Verdacht auf Lungenentzündung mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden.

„Bei der Aufnahme im Krankenhaus habe ich extra meine Bescheinigung vorgelegt, dass ich die Betreuerin meiner Mutter bin und sofort informiert werden möchte, wenn irgend etwas ist“, so Inge Peter. Sie hätte ihre Mutter doch persönlich aus dem Krankenhaus abgeholt, wenn sie gewusst hätte, dass sie entlassen wird.

Nach Auskunft von Bernt-Dieter Boelsen von der Geschäftsführung des Krankenhauses Sanderbusch ist es Standard, dass ein Angehöriger benachrichtigt wird, wenn ein Patient entlassen wird. Im Fall von Gerda Winzer sei das Sankt-Martins-Heim in Zetel angerufen und ein Taxi bestellt worden. Hingegen sei wohl versäumt worden, ihre Tochter Inge Peter zu informieren.

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Gerda Winzer hat vom Sankt-Martins-Heim in Zetel eine Wohnung gemietet, in der sie noch eigenständig lebt und dabei von ihrer Tochter unterstützt wird. Die Wohnung grenzt an das Pflegeheim an, gehört aber nicht unmittelbar zum Betrieb, wie die Leiterin des Sankt-Martins-Heims, Maria Bockhorst-Wimberg, erläutert.

Sie widerspricht der Aussage des Krankenhauses Sanderbusch. „Weder unsere Sekretärin, noch ich, noch unser Pflegedienstleiter wurden informiert, dass Frau Winzer kommt.“ Im Gegenteil: „Wir waren baff, dass sie plötzlich aus dem Taxi stieg.“ Von ihrem Büro aus habe die Sekretärin das gesehen und beobachtet, dass Gerda Winzer nicht in ihre Wohnung konnte. Das Heim habe daher mit einem Generalschlüssel die Haustür geöffnet und bei der Tochter angerufen. „In der Regel funktioniert das mit der Benachrichtigung des Krankenhauses“, wundert sich Bockhorst-Wimberg. Wenn ein Patient entlassen werde, gebe der Sozialdienst normalerweise Bescheid.

Für Gerda Winzer und Inge Peter ist das nur ein schwacher Trost. Doch sie hoffen, dass die Klinik ihre Informationsabläufe überprüft.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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