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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Schwimmen: Aufsicht entscheidet über übliche Bekleidung

13.02.2014

Varel Bis zum Sommer und dem Beginn der Freibade-Saison sind es noch einige Monate. Im Spätsommer 2013 gab es im Freibad am Bäker einen unschönen Vorfall, als eine Varelerin von arabisch-stämmigen Jugendlichen in einen Streit über die zweckmäßige Badebekleidung verwickelt und mit nazistischen Parolen beleidigt worden war („Stadt lässt bei Schwimmkleidung Ausnahmen zu“; NWZ  am 28. August und am 5. September). Der Streit war entstanden, als die Varelerin ein Mädchen angesprochen hatte, das mit T-Shirt und einer Leggins bekleidet im Becken des Freibads geschwommen war. Nachher stellte sich heraus, dass die Schwimmmeister Straßenbekleidung als Schwimmbekleidung akzeptieren, wenn diese nur zum Schwimmen getragen wird. Diese – aus Rücksicht auf die religiösen Vorschriften für Muslime – gewährte Ausnahme und Ungleichbehandlung der Freibad-Besucher hatte für Verwunderung gesorgt. Was ist daraus geworden und gelten die Ausnahmen auch für das Hallenbad?

„Grundsätzlich ist das problematisch. Es sollte keine Sonderregelung für einzelne Besucher geben, wenn eine Badeordnung besteht“, sagt Dieter Kanth, Vorsitzender des Freibad-Fördervereins. Er halte Ausnahmen nicht für gut, weil es für Musliminnen einen Ganzkörper-Badeanzug gebe, der die Haut komplett verdecke. Er halte die Kölner Badeordnung für beispielhaft. Dort heißt es: „Es muss sich um Badetextilien handeln.“ Ausnahmen von einer Regel lösten seiner Meinung nach Konflikte aus. Die DLRG, die das Freibad am Bäker nutzt und dort auch an Wochenenden die Badeaufsicht stellt, verweist auf die Badeordnung im Freibad. Dort heißt es: „Der Aufenthalt im Freibad ist nur in üblicher Badekleidung gestattet. Sie hat den allgemein geltenden Begriffen von Anstand und Moral zu entsprechen und farbecht zu sein.“ Vorsitzender Kai Langer sagt jedoch auch, dass die Frage nach Anstand und Moral genauso subjektiv sei, wie die nach der üblichen Badebekleidung. „Somit entscheidet die zuständige Badeaufsicht über die übliche Badebekleidung.“ Wenn aus Kostengründen kein Burkini angeschafft werden könne, werde man auch Ersatzlösungen akzeptieren. Voraussetzung sei aber, dass dieses Kleidungsstück nur zum Baden getragen wird. Das sei mit einigen muslimischen Besuchern abgesprochen worden und werde auch so akzeptiert. Wer sich daran störe, könne sich an die Badeaufsicht wenden. Er hoffe aber auch, „dass alle etwas gegenseitiges und tolerantes Verständnis aufbringen, um so ein friedliches Miteinander“ zu gewährleisten.

Die Stadt Varel hat die jeweilige Badeaufsicht ermächtigt, in Zweifelsfällen über die Zulässigkeit der Badebekleidung zu entscheiden. Das sehe man als den am besten geeigneten Lösungsansatz an. „Unsere Bediensteten vor Ort treffen kundenfreundliche und nutzerorientierte Entscheidungen, die in der Regel allen Beteiligten gerecht werden. Hier sind überaus bürokratische Regelungen nach unserer Einschätzung wenig sinnvoll und sachgerecht“, teilte dazu Rolf Heeren, zuständiger Fachbereichsleiter, mit.

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Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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