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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Amnesty International: Aus Einzelkämpferin soll Gruppe werden

18.10.2013

Varel Die Vareler Gruppe der Mitgliederorganisation Amnesty International muss bestehen bleiben. Dieses Ziel hat sich Janita Frerichs zum Ziel gesetzt. Das Besondere: Die „Gruppe“, die in der Stadt eine lange Tradition aufweist, umfasst nur noch eine Person – nämlich Janita Frerichs. Und die will das nun schnellstmöglich ändern.

„Es ist leider in den letzten zwei Jahren sehr still um die Gruppe geworden. Dabei gibt es tolle Möglichkeiten, sich bei uns zu engagieren“, sagt Frerichs. Bereits seit 1975 gibt es eine Gruppe von Amnesty International in Varel, somit blickt man auf eine 38-jährige Geschichte zurück. Und obwohl Frerichs zuletzt als „Einzelkämpferin“ unterwegs war, präsentierte sie den Vareler Standort bei verschiedensten Veranstaltungen. „Bei der Demo am 1. Mai, mit einem Stand beim Frauentag, beim Tag der Vereine oder bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Roma waren wir dabei“, erklärt sie.

Die Aktivitäten von Amnesty International

Amnesty International ist eine weltweit von Regierungen, politischen Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen unabhängige Mitgliederorganisation. Sie setzt sich weltweit gegen drohende Menschenrechtsverletzungen ein, arbeitet für die Freilassung von gewaltlosen politischen Gefangenen und setzt sich für faire und zügige Gerichtsverfahren ein.

Die Organisation wendet sich vorbehaltlos gegen die Todesstrafe sowie gegen Folter und grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe.

In den verschiedenen Gruppen verteilt über die ganze Welt setzen sich die Mitglieder mit viel Ausdauer für die von ihnen betreuten Opfer von (politischen) Menschenrechtsverletzungen ein. Sie schreiben Briefe an Regierungsvertreter, Richter, Staatsanwälte, kommandierende Offiziere und Gefängnisbeamte sowie letztlich an alle, die in ihrem Zuständigkeitsbereich Verstöße gegen die Menschenrechte unterbinden können.

Durch die weitweiten Kampagnen erzeugen die engagierten Mitglieder Druck auf Regierungen, damit diese Verstößen gegen die Menschenrechte Einhalt gebieten. Mit Informationsständen, Mahnwachen, Unterschriften- und Postkartenaktionen, Konzerten, Vorträgen und vielen anderen Aktivitäten tragen die Mitglieder die Stimmer der zahlreichen Opfer an die Öffentlichkeit.

    www.amnesty.de

Um Engagierte zu gewinnen, wird am Donnerstag, 14. November, eine Informationsveranstaltung in der „Weberei“ stattfinden. Dort sollen die Gäste über Ziele, Aktivitäten und Kampagnen informiert werden. „Ob Jugendliche oder Senioren, jeder kann helfen“, sagt Frerichs.

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Für ihr Vorhaben hat sie sich Verstärkung ins Boot geholt. Eileen Börner, Regionalbeauftragte für Amerika, berichtet über einen Einzelfall aus Jamaika, für den die Oldenburger Gruppe von Amnesty International, mit der Frerichs kooperiert, kämpft.

Dabei geht es um Sheldon Gary Davis, der 2010 in seiner Heimat im Alter von 29 Jahren während eines Ausnahmezustandes im Land von Sicherheitskräften ermordet worden sei. „Wir fordern Aufklärung. Bisher wurde keine Anklage erhoben und somit kein Verantwortlicher gestellt“, sagt Börner. Das Engagement geht aber über die politischen und rechtlichen Angelegenheiten hinaus. „Wir haben vor, Sheldons Mutter zu Weihnachten Hunderte Postkarten zu schicken. Wir leisten seelischen Beistand“, betont Börner.

Jamaika sei eines der Länder mit der höchsten Mordrate weltweit, erzählt sie. Es gebe etwa 1800 Morde im Jahr bei einer Zahl von 2,7 Millionen Einwohnern. 200 Tötungen davon werden mutmaßlich von der Polizei ausgeübt.

Marion Borchardt von der Vareler Freiwilligenagentur unterstützt die Vareler Amnesty-Gruppe bereits. In Gesprächen mit Leuten, die sich engagieren wollen, hat sie Janita Frerichs stets im Hinterkopf. „Den Bürgern muss klar sein, wie wichtig ihre Hilfe ist, und wo sie überall helfen können“, sagt Borchardt. Sie denke da zum Beispiel auch an die Olympischen Spiele in Russland und die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien, beides im kommenden Jahr und beides Großveranstaltungen in Ländern, „in denen es genug politisches und menschliches Unrecht gibt“.

Auch Bürgermeister Gerd-Christian Wagner steht Janita Frerichs unterstützend zur Seite. „Es ist schön, dass die Gruppe so lange besteht. Sie hat nach wie vor große Bedeutung“, so Wagner. Eileen Börner nutzte die Chance, um einen Wunsch zu äußern: „Es gibt einen Zusammenschluss von Städten gegen die Todesstrafe. Sollte Varel da nicht mitmachen?“ Wagner reagierte interessiert und forderte einen schriftlichen Antrag an, „damit wir das in den Rat der Stadt tragen können“.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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