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,Aus landwirtschaftlichen Flächen wird Industriegebiet‘

19.06.2017
Betrifft: Debatte um die Potenzialstudie zum Ausbau der Windenergie in Jever

Ich will den betroffenen Landwirten nicht zu nahe treten und möchte mir daher auch kein Urteil über ihre Bedürfnisse bzw. benötigte zweite Standbeine bilden. Allerdings hinterfrage ich, ob die Bedürfnisse einer Hand voll Landwirte einen größeren Stellenwert besitzen, als die Bedürfnisse einer Vielzahl von Anwohnern.

Ebenso war mir bislang nicht bewusst, dass die betroffenen Landwirte besagte zweite Standbeine benötigen. Dieses Argument halte ich in diesem Thema für völlig haltlos.

Wieso kommen denn überhaupt die drei betroffenen Potenzialflächen für weitere Windkraftanlagen in Frage? Fakt ist, dass der von der Bundesregierung empfohlene Wert von 10 Megawatt erneuerbarer Energie schon heute nicht nur erreicht, sondern mit 30 Megawatt zu 200 Prozent überschritten ist.

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Daher ist es für mich unbegreiflich, dass dieses kleine, restliche vorhandene Potenzial zum Leidwesen vieler Bürger im Jeverland überhaupt noch zur Errichtung von Windkraftanlagen zur Debatte steht.

Bevor man zwanghaft noch weitere Windkraftanlagen errichtet, sollte man lieber die schon vorhandenen Anlagen effektiver nutzen, indem man die erzeugte Energie nachhaltig speichert.

Jedem sollte bewusst sein, dass die Errichtung der Windkraftanlagen aus landwirtschaftlichen Flächen Gewerbegebiete mit Industrieanlagen macht.

Wer tatsächlich noch glaubt, dass durch die Nutzung der Potenzialflächen im Jeverland die bundesweite Energiewende eingeleitet wird, der glaubt auch, dass ein Zapfhahn kräht.

Renke Gailus Sandel/Dreihäuser

In den aktuellen Nachrichten wird über die zunehmende Schwierigkeit berichtet, die Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.

Im jeverschen Ortsteil Sanderlermöns treffen jetzt saubere Energie und sauberes Trinkwasser aufeinander und das saubere Trinkwasser muss hinter der sauberen Energie zurücktreten.

Mit der Stimmenmehrheit von Grünen, CDU und SPD, will die Stadt Jever eine Baugenehmigung für einen Windindustriepark im Bereich der Brunnen und des dazugehörigen Wasserschutzgebiets zum Wasserwerk Sandelermöns durchsetzen. Es sollen tausende Tonnen Beton als Fundamente, für die bis zu 200 Meter hohen Windkraftanlagen, in den Boden eingebracht werden.

Die aus diesen Betonmassen diffundierenden Stoffe bleiben unberücksichtigt.

Ebenso wird die Gefahr von Defekten an der Windindustrieanlage und der damit verbundenen Kontamination durch Getriebeölen und Fetten (chlorierte Kohlenwasserstoffe), sowie die Rückstände aus einem möglichen Anlagenbrand mit all den daraus entstehenden Gefahrstoffen zum Beispiel Dioxin ignoriert.

Möge jeder selbst seine Schlüsse aus dieser Situation ziehen.

Hans Oltmanns Reepsholt

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