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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Bagger rücken auf Brücke vor

01.09.2016

Stumpens Alle Versuche, den Abriss der Gewölbebrücke über das Horumer Tief im letzten Augenblick noch abzuwenden und das aus Mitte des 19. Jahrhunderts stammende Bauwerk zu erhalten, sind offenbar gescheitert. Am Mittwochmorgen rückte ein Bautrupp mit einem Bagger an und schaffte erste Tatsachen. Andreas Reiberg und Judith Hermann, die vom bevorstehenden Abriss Wind bekamen, stellten sich auf der Brücke dem Bagger entgegen. Doch nach einer Stunde Diskussion mit den Arbeitern gaben sie auf und räumten das Feld.

Die kleine alte Steinbogenbrücke an der K 87 zwischen Kaisershof und Horum unterhalb der Stumpenser Mühle ist Reiberg zufolge eine der letzen Gewölbemauerbrücken im Wangerland. Vermutlich ist die 1876 gebaute Brücke sogar das älteste in Klinker gemauerte Sieltor im Landkreis Friesland.

Alternativen geprüft

Wie berichtet, muss die Brücke einem Neubau weichen. Mit der neuen und breiteren Brücke wird die Lücke des neuen Radwegs zwischen Kaisershof und Horum geschlossen.

Nach einem Anruf Reibergs bei der Straßenbauverwaltung des Landkreises erschien bald darauf dessen Leiter Thorsten Hinrichs an der Brückenbaustelle. Er erläuterte den Gegnern des Vorhabens vor Ort nochmals die Überlegungen und Abwägungen, die auch mit Denkmalschutz- und Naturschutzbehörde getroffen worden waren, und die baulichen Alternativen zu einem Abriss. „Die Entscheidung, die alte Gewölbebrücke zu beseitigen und durch einen Neubau zu ersetzen, ist ja nicht vom Himmel gefallen“, so Hinrichs.

Seit 2014 befasse man sich bereits mit dem Thema und habe mehrere Varianten geprüft. Auch die untere Denkmalschutzbehörde habe dem Vorhaben zugestimmt und der Brücke im Gegensatz zur Mühle keinen besonderen Schutzstatus zugesprochen.

Seltenes Mauerkraut

Hinrichs zufolge wird allerdings dafür Sorge getragen, dass das im Mauerwerk der Brücke wachsende Zimbelkraut – eine Rote-Liste-Art – geschützt wird. Größere Mauerstücke werden gesichert und auf einem nahegelegenen Hof abgelegt, wo die botanische Rarität weiter wachsen soll. Noch nicht endgültig geklärt ist, was mit den Klinkersteinen und den Sandsteinen der Brücke geschieht.

Die Abrissarbeiten begannen am Mittwoch mit dem Abbau der Schutzplanken. Dem Landkreis zufolge soll die Brücke bis zum Wochenende abgebrochen sein. Die neue Brücke entsteht als Durchlass in Betonbauweise und soll Mitte November fertig sein.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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