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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Baustart lässt auf sich warten

15.06.2017

Wangerland Im Januar beim Neujahrsempfang war Wangerlands Bürgermeister Björn Mühlena sicher: Bis zum Spätherbst sind rund 55 Millionen Euro verbaut und auf den drei Windparkflächen drehen sich 14 neue Windräder.

Doch dass die drei Windparks südlich von Tettens, südlich von Hohenkirchen sowie zwischen Waddewarden und Haddien tatsächlich bis Jahresende fertig sind, ist mittlerweile mehr als unwahrscheinlich. Noch hat der Bau nicht begonnen, auch die Erschließung der Flächen über Straßen lässt noch auf sich warten. Ursprünglich geplant war der Baustart im April.

„Kurzfristig“ soll der Straßenbau jetzt beginnen, sagt Rechtsanwalt Stefan Dierkes von der Bürgerenergie Wangerland GmbH (BEW) auf Nachfrage der NWZ. Die Gesellschaft BEW war im Juni 2015 im Auftrag der Gemeinde Wangerland zur Planung und Durchführung der Windparks gegründet worden.

„Es wird sehr schwierig, bis Jahresende alle Windräder fertigzustellen“, sagt er: Denn erst wenn die Straßen gebaut sind, kann begonnen werden, die Fundamente für die Windräder zu gießen. Und erst dann folgt die Montage der Windkraftanlagen. Und zwar nacheinander. Natürlich spielt bei der Umsetzung auch noch die Witterung eine Rolle.

Nach dem altem EEG, nach dem die drei Wangerländer Windparks genehmigt sind, müssen die 14 Windräder bis Ende 2018 stehen, erklärt Dierkes. Allerdings: Für jede Windkraftanlage, die in diesem Jahr nicht fertig ist, gibt es etwas weniger Vergütung.

„Aber an diesen Standorten bricht uns das nicht das Genick“, betont Dierkes.

Zurzeit laufen noch Ausschreibungen für den Windparkbau, die meisten Aufträge seien jedoch bereits vergeben, sagt er.

Ebenfalls kurzfristig wird Dierkes zufolge jetzt die Entscheidung für eine Bank fallen, die den Bau der Windparks finanziert. „Alle Banken, mit denen wir gesprochen haben, sind sehr interessiert an der Finanzierung“, betont er. Gerüchte, wonach BEW bzw. die Gemeinde Wangerland Probleme hatten, einen Finanzierer für das Vorhaben zu finden, weil die meisten Banken abgewunken hätten, weist er zurück: „Die Finanzierung ist kein Problem.“

Man müsse bei Windparkplanungen und den erforderlichen Vertragsabschlüssen sorgfältig vorgehen. Und das koste eben Zeit.

BEW sei frohen Mutes, dass auch die anliegenden Klagen gegen die Windpark-Planungen für die Gemeinde gut ausgehen. „Natürlich kann man die Entscheidungen der Gerichte nicht vorwegnehmen“, sagt Dierkes.

Die vom Naturschutzbund (Nabu) beim Verwaltungsgericht Oldenburg beantragte Zwischenverfügung zum Stopp der Vergrämungsmaßnahmen war abgelehnt worden. Der Naturschutzbund bereitet zurzeit eine neue Klage vor.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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