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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Baustellen in allen Kommunen

31.12.2014

Jeverland Der meistgeschriebene Name des Jahres 2014 war mit Sicherheit „Aqua Toll“: Ein ganzes Jahr lang hat sich die Hängepartie um das marode Schortenser Hallenbad hingezogen – bis Anfang Dezember endlich die Entscheidung fiel: Das Schwimmbad wird zum Sportbad mit kleiner Sauna und Kleinkindbecken zurückgebaut.

Doch kaum ist die Schwimmbadfrage geklärt, glimmen weitere Brandherde im Schortenser Stadtgebiet auf: Das Sillensteder Feuerwehrhaus ist zu klein geworden, Schulen, Sportanlagen und Bürgerhaus bedürfen dringend der Sanierung. Und für alles fehlt Geld.

kommentar

Es geht voran in den Städten und Gemeinden des Jeverlands: Davon zeugen zahlreiche Baustellen. Manche Baustellen wie das Rathaus in Sande und der Sanierungsstau in Schortens bereiten den Verwaltungen und Räten Kopfzerbrechen – insbesondere, was die Finanzierung angeht. Da gilt es, kreative Lösungen zu finden.

Die Stadt Schortens hat sich mit ihrem Stadtentwicklungsprozess „Zukunft in Schortens – In Zukunft Schortens“ bereits auf den Weg gemacht und bezieht auch Bürger ein in die Suche nach Lösungen.

Bürger-Beteiligung ist sicher kein Allheilmittel, doch ein Mehr an Bürgerbeteiligung schadet sicher nicht bei der Suche nach neuen Wegen.

Die Autorin erreichen Sie unter

Neue Wege

gefragt

In Sande sieht es ähnlich aus: Das Rathaus muss dringend saniert werden. Doch guter Rat ist teuer, wie die geschätzten Kosten von 1,2 Millionen Euro zu stemmen sind. Weitere Sander Baustellen sind die Sanierung der Kläranlage und die Bahnumfahrung, die bis 2020 stehen soll.

Kirchturm saniert

Überhaupt war 2014 ein Jahr der Baustellen: In Jever wurde das Johann-Ahlers-Haus abgerissen und der Bau der neuen Tourist-Info begann. Die Bauarbeiten stehen kurz vor dem Ende – Anfang 2015 soll das Gebäude bezugsfertig sein. Eine weithin sichtbare Baustelle in Jever war 2014 der Glockenturm der Stadtkirche: Er wurde komplett saniert – ohne dass die Stadt mitfinanzierte. Dafür halfen Sponsoring-Aktionen der jeverschen Geschäftsleute und viele Spender der evangelischen Gemeinde dabei, die 100 000 Euro Eigenanteil zu stemmen.

Auch auf Wangerooge wurde und wird kräftig gebaut: Überall entstehen neue Gebäude, die Gemeinde modernisierte ihr Freizeitbad „Oase“, das neue Feuerwehrhaus wurde in Betrieb genommen, die Arbeiten am Rosenhaus und am neuen Gesicht der Oberen Strandpromenade West laufen, auch der Deichbau schreitet voran. Und 2015 gibt es weitere Baustellen: Deckwerkssanierung, Golfplatz und möglicherweise ein weiteres Hotel. Aber es gibt auch längerfristige Baustellen wie den Ausbau des Westanlegers zum Hafen und die Ausbaggerung des Fahrwassers nach Harlesiel, die vermutlich auch 2015 noch nicht abgearbeitet werden können.

Im Wangerland sind mit der Bebauung des ehemaligen Sportplatzes Hohenkirchen mit dem Seniorenwohnzentrum und der Umgestaltung der Jeverschen Straße immerhin zwei Baustellen abgearbeitet. Die geplanten neuen Windparks, die Pläne für die Hooksieler Mole und den Außenhafen, die Einigung mit dem Land übers Hooksieler Freizeitgelände, die Nachnutzung des Gebäudes der Wangerland-Reha und der Radweg entlang der Kreisstraße 89 zwischen Middoge und Oldorf werden die Gemeinde auch 2015 weiter beschäftigen.

Als Aufreger 2014 neben der Diskussion ums Aqua Toll entpuppten sich in Schortens die Pläne für einen Windpark in Moorsum: Nach massiven Protesten in Sillenstede, Grafschaft und Accum zog der Betreiber seine Pläne zurück. Auch die Pläne des Landkreises für die Mensa der Integrierten Gesamtschule in Schortens sorgten für Proteste von Eltern, Lehrern und Schülern – doch der Kreistag blieb bei seinem Vorhaben, den Speisesaal im Bestand einzurichten.

In Jever sorgte im Frühsommer der Skulpturenrundgang „Vater und Kind“ für Diskussionen – als die neue Gruppe an der Graft gegenüber dem Brauhaus stand, verstummte die Debatte abrupt. Die beiden Figuren stehen dort offensichtlich sehr hübsch (ovales Bild).

Die Klage gegen den Fremdenverkehrsbeitrag sowie Verkehr und Parkplätze in der St. Annen-Straße sind weitere Themen, die 2015 auf Lösung warten.

Goldmedaille geholt

In Sande, Wangerland und Wangerooge ist es Aufgabe der neuen Bürgermeister, die Baustellen anzugehen und abzuarbeiten: In Sande schaffte Stephan Eiklenborg den Sprung ins Rathaus und löste im November Josef Wesselmann ab. Auf Wangerooge setzte sich Dirk Lindner gegen fünf Mitbewerber inklusive Amtsinhaber Holger Kohls durch. Und im Wangerland nahm im November Björn Mühlena am Bürgermeister-Schreibtisch Platz. Sein Vorgänger Harald Hinrichs wechselte als Samtgemeindebürgermeister nach Esens. Im Wangerland gab es zudem einen Wechsel an der Spitze der Wangerland Tourismus GmbH: Armin Kanning folgte als Geschäftsführer auf Ute Gerdes.

Gute Nachrichten hatte das Jahr 2014 ebenfalls zu bieten: Das Wangerländer Projekt „Erde und Flut“ errang im Bundeswettbewerb „Entente Florale – gemeinsam Aufblühen“ erneut eine Goldmedaille. Und das Kino in Jever, das kurz vor der Schließung stand, besteht dank der Kinofreunde Friesland weiter.

Überschattet wurde das Jahr von mehreren Todesfällen: Für Bestürzung sorgten insbesondere der Tod von Jevers Nachtwächter Peter Stolzenburg im Januar, von Georg Graf von Wedel im Juli und von Verleger Hajo Allmers im August.

Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311

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