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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Bauteile bis zu 80 Tonnen schwer

01.11.2007

VAREL Tonnenschwer und millimetergenau: Das ist das Geschäft von Jürgen und Jens Haar. Vater und Sohn führen die Firma „Haar Mechanische Fertigung“ in Varel und bauen das Unternehmen an der Gewerbestraße Stück für Stück weiter aus.

Derzeit wird im Gewerbe- und Logistik-Port eine 50 mal 20 Meter große sowie 16 Meter hohe Halle errichtet. Die Stahlbauarbeiten sind erledigt. Nächste Woche wird mit der Fassade begonnen. Das 2,5 Hektar große Firmengelände bietet weiteres Potenzial. „In der neuen Halle werden wir Werkstücke bearbeiten, die bis zu 80 Tonnen schwer sind“, erläutert Wirtschafts-Ingenieur Jens Haar (38). „Derzeit liegt das Maximum bei 50 Tonnen.“

Seit Anfang der 70er Jahre konzentriert sich die Firma Haar auf die mechanische Bearbeitung von Stahl- und Edelstahl-Gussteilen auf Bohrwerken und Karusselldrehmaschinen. Der maximale Drehdurchmesser beträgt derzeit knapp sieben Meter bei einer Drehhöhe von 4,50 Metern. Die zwei neuen Maschinen, die demnächst geliefert werden, stehen auf einem zwölf Meter tiefen Pfahlfundament. „Wir bearbeiten die Edelstahl-Rohteile für Gas- und Dampfturbinen weiter bis zum Fertigmaß auf den hundertstel Millimeter genau“, sagt Jens Haar. Regelmäßig werden die Bauteile vermessen und ultraschallgeprüft. Um eine dieser riesigen Turbinen oder Ventile passgenau zu bearbeiten, dauert es mehrere hundert Stunden. Das Besondere an solchen Bauteilen ist laut Haar, dass sie wärmefest sein und hohem Druck standhalten müssen.

Geliefert bekommt das Vareler Unternehmen Haar die tonnenschweren Bauteile aus Edelstahl unter anderem aus der dazugehörigen Stahlguss-Gießerei in Sande.

Während dort 220 Fachleute beschäftigt sind, arbeiten in Varel 50, davon sechs Auszubildende. „Seit 2002 setzen wir konsequent auf unseren eigenen Nachwuchs“, betont Jens Haar. Sechs Zerspanungsmechaniker werden in der eigenen Lehrwerkstatt ausgebildet. Nächstes Jahr werden erstmals Gesellenprüfungen in der Ausbildungswerkstatt abgenommen. Ferner arbeiten bei Haar Ingenieure und Maschinenbautechniker.

Die Bauteile für Industrie-, Dampf- oder Gasturbinen, die zum Beispiel Siemens bestellt, werden weltweit in Kraftwerke zur Energieerzeugung eingebaut, unter anderm in China und Indien. „Wir haben unseren Markt gefunden. Und diese Arbeit machen wir gut“, meint Jens Haar selbstbewusst, obwohl er ansonsten eher ein zurückhaltender Geschäftsmann ist.

Firmengeschichte

Georg Haar war von Beruf Bauschlosser und gründete 1946 an der Torhegenhausstraße eine Firma für Landmaschinen und Maschinenbau.

Jürgen Haar, Maschinenbauer und Kaufmann, gründete 1968 die gleichnamige Firma für mechanische Bearbeitung von Stahl-Gussteilen auf dem elterlichen Gelände an der Torhegenhausstraße.

1975 erfolgte mit dem Umzug an den heutigen Standort Gewerbestraße die erste Erweiterung der Unternehmens.

1991 übernimmt die Firma die Stahlguss-Gießerei in Sande, die 220 Mitarbeiter beschäftigt.

1996 steigt Wirtschafts-Ingenieur Jens Haar in das Unternehmen ein, das er seit 2001 zusammen mit seinem Vater leitet.

2003 wurde die Fertigungsbearbeitung von Stahl- und Edelstahl-Gussteilen mit einer neuen Halle ausgebaut.

2006 errichtete der Betrieb mit seinen 50 Mitarbeitern ein neues Verwaltungsgebäude inklusive neuer Sozialräume.

2007 beginnt der Bau einer neuen 20 mal 50 Meter großen Fertigungshalle.

Die NWZ-Serie stellt Firmen und Unternehmen vor, die als Mittelständler die Wirtschaft in dieser Region voran treiben.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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