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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

,Bei kurzen Strecken aufs Auto verzichten’

08.10.2007

VAREL Der klassische Seitenläuferdynamo beim Fahrrad ist ein Auslaufmodell. Davon ist Karl-Heinz Hoffschnieder überzeugt. Der Fahrradhändler aus Bockhorn ließ am Sonnabend auf dem Aktionstag „Rund um das Zweirad“ in der Vareler Innenstadt einen Vergleich zu. Als die CD auf den Markt kam, bedeutete das für die Schallplatte auch das Aus als Massenprodukt. Für Hoffschnieder, der auch mit den „Schwalbefreunden Bockhorn“ vertreten war, hat der Nabendynamo drei entscheidende Vorteile gegenüber dem klassischen Dynamo, der sich am Reifen dreht. Erstens hat der Fahrradfahrer weniger Mühe beim Treten, zweitens gibt es keine Probleme bei Regen und Schnee, und drittens erzeugt der Nabendynamo besseres Licht.

Licht am Fahrrad spielte eine besonderes Rolle beim Aktionstag „Rund ums Zweirad“ in der Oberen Obernstraße. Am Sonnabend war der Auftakt zur sechswöchigen Fahrradaktion „Vareler fahr‘n mit Licht“. Initiator Folkert Fendler äußerte sich zufrieden über den Start. Mit dem Quiz, der Luftballonaktion und den „Leuchtcocktails“ sei es gelungen, zahlreiche Leute zum Verweilen am Stand zu motivieren und so mit ihnen auch über „Licht am Fahrrad“ zu reden.

Der Nabendynamo ist übrigens keine neue Erfindung, wie Fahrradsammler Peter Zielasko erläuterte. Bereits in den 30er Jahren stellte eine englische Firma Nabendynamos her. Damals gab es ebenfalls schon Fahrräder mit batteriebetriebenem Abblend- und Fernlicht, wie Zielasko an seinem Oldtimer „Phänomen“ von 1938 vor Augen führte. Das Fahrrad verfügt parallel über einen Seitenläuferdynamo.

Zahlreiche Details konnten die Besucher am Sonnabend erfahren – über Zweiräder mit und ohne Motor. So stellte auch die Oldtimer-Interessengemeinschaft Varel Motorräder aus, unter anderem ein D-Rad R9 (Spandauer Springbock) von 1929 mit 500 Kubikzentimeter und zwölf PS, eine Horex von 1953 mit 350 Kubik und 19 PS sowie eine Adler Sprinter von 1957 mit 18 PS und 250 Kubik.

Die „Rollerfreunde Friesland“ waren mit Modellen aus verschiedenen Jahrzehnten vertreten: 60er, 80er und 90er Jahre. Am Nachmittag machte der Kreidler-Club Zetel-Bockhorn Station in Varel. „Für heute war sowieso ein Ausflug geplant. Da haben wir kurzfristig entschieden, hier vorbeizuschauen“, verriet ein Fahrer und bat die Kollegen zum Kaffee.

„Wir freuen uns, dass wir so viele verschiedene Akteure einbinden konnten“, sagte Frank Glanert von der Lokalen-Agenda-Gruppe „Vareler fahr’n Fahrrad“. Das entspreche dem Agenda-Gedanken, möglichst viele Bürger zu beteiligen. Im Laufe einiger Jahre sei es gelungen, das Thema Fahrrad in Varel zu etablieren. Das sei an beiden Fahrradtagen im Jahr zu spüren. Glanert: „Je mehr Leute Fahrrad fahren, desto eher gelingt es, Varel als Fahrradstadt weiter auszubauen.“ Ein Ziel sei es, dass die Bürger bei Fahrten unter fünf Kilometer ihr Auto stehen lassen und mit dem Rad fahren. „Auf diesen kurzen Strecken ist das Fahrrad in Varel unschlagbar“, ist Glanert überzeugt. „Außerdem kann jeder so zum Klimaschutz beitragen.“

Christoph Koopmeiners
Wildeshausen/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2705

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