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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Beim Bau auf Klinkerfundament gestoßen

17.11.2015

Bockhorn „Genau hier hat die alte Ziegelei gestanden“, sagt Jochen Müller. Der 42-Jährige stapft durch den Sand auf seinem Betriebsgelände, das eine große Baustelle ist. Er hebt einen alten Klinker auf und sagt: „Das ist schon richtig Geschichte hier.“ Auf seinem Betriebsgelände ist das Klinkerfundament der alten Ziegelei von August Lauw zu Tage getreten. Das ist faszinierend – aber den Bau der neuen Halle hat der Fund um vier Wochen verzögert. 500 Tonnen historischer Bockhorner Klinker mussten weggeschafft werden.

Lange Tradition

1869 hat Gerhard Wilhelm Oetken bei der Kirche in Bockhorn eine Möbelwerkstatt gegründet.

1899 hat er das Haus an der Urwaldstraße gebaut und seine Möbeltischlerei dorthin verlegt. Noch heute ist das Unternehmen in dem Gebäude.

1936 übernahmen Fritz Müller und seine Frau Wilma, geborene Oetken, die Tischlerei.

1969 wurden Dierk Müller und seine Frau Erika die Besitzer des Unternehmens. Seitdem heißt es Müller Möbelwerkstätten.

1974 bis 1994 wurde das Unternehmen erweitert: mit dem Kauf des erweiterten Betriebsgeländes (insgesamt 16 500 Quadratmeter), mit dem Bau einer Halle im Jahr 1975 (900 Quadratmeter) und 1994 mit dem Bau einer weiteren Halle (900 Quadratmeter).

2003 sind Jochen und Katja Müller in das Unternehmen eingestiegen.

In diesem Jahr hat Dierk Müller sein Unternehmen an seinen Sohn Jochen Müller übertragen. Und der hat große Pläne: Er erweitert die Möbelwerkstätten Müller – so wie es sein Vater bereits zweimal getan hat. 1975 und 1994 hat Dierk Müller Hallen von je 900 Quadratmeter Fläche angebaut. Die neue Halle, die noch in diesem Jahr fertig werden soll, ist 1000 Quadratmeter groß.

An der Urwaldstraße 8 in Bockhorn produziert das Unternehmen Möbel „im Premium-Segment“, wie Jochen Müller sagt. „Der Klassiker ist unsere Stapelliege.“

Den Klinkerstein hat er wieder weggelegt, er geht jetzt durch die neue Halle hindurch in die alten Räume, wo sich Kisten und Kartons stapeln. Da, wo produziert wird, türmen sich auch die Kisten mit den fertigen Möbeln auf. „Wir stellen versandfähige Möbel her“, sagt er. Kunden seiner Firma sind unter anderem Ullmann in Oldenburg und neuerdings auch der Otto-Versand.

Mit im Haus an der Urwaldstraße ist auch die Firma Emform, die Designmöbel vertreibt – moderne Tischchen, Stühle und raffinierte Kreationen wie die Liege „Koii“, mit der Emform einen Design-Preis gewonnen hat.

Der Umsatz der Firmen liege im Moment bei rund fünf Millionen Euro im Jahr, sagt Jochen Müller. „Der Internethandel wächst, und wir wachsen mit. Deswegen brauchen wir einfach mehr Platz“, sagt er, umringt von Kisten und Kartons voll Stapelliegen und neuer Ideen.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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