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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Baugeschichte: Besonders und besonders schön

06.05.2017

Jeverland Wäre das Buch noch nicht gedruckt, hätte Erhard Ahlrichs es um weitere Gebäude erweitert. Und vermutlich würde er mit seiner Erfassung der Häuser und Gebäude, die Architekt Theodor Eilers (1867 bis 1949) im gesamten Jeverland geplant hat, nie zum Ende kommen.

449 Häuser und Gebäude hat Ahlrichs erfasst und dokumentiert – und man staunt: Es sind Gebäude, die jeder kennt, die besonders sind und auch sehr schön. „Total schöne Häuser – ich bin richtig verliebt“, schwärmt Ahlrichs. Schon als Kind stand für ihn fest: Er will später einmal im „Schweizerhaus“, Schillerstraße 11, in Jever wohnen. Oder im Türmchen-verzierten Haus an der Oldenburger Straße in Varel. Erst später stellte er fest: Beide hat Theodor Eilers geplant.

Die Bewohnerin des „Schweizerhauses“ – Irma Fürlus – übergab Ahlrichs dann auch vor mehr als zehn Jahren eine Liste mit Eilers-Häusern. „Und damit bin ich losgezogen, um die Gebäude zu dokumentieren“, erzählt Ahlrichs. Begonnen hat er im Wangerland – als ehemaliger Dorfchronist und Ideengeber für die Geschichtswerkstatt Wangerland hatte er stets gute Kontakte dort.

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All seine Recherchen hat er nun in einem Buch zusammengefasst. Dazu beigetragen haben mit Hinweisen, Sachkenntnis und Erinnerungen an den Architekten des Jeverlands Architekt Gerhard Tjarks (Ziallerns), Wilke Krüger und Volker Landig sowie Volker Bleck und Georg Stark (Jever) und Grafiker Andreas Reiberg (Oldorf).

Eilers war lange Zeit einziger Architekt in Jever – deshalb hat er so viel gebaut, hat Ahlrichs herausgefunden. Er hatte sein Büro zunächst in Hooksiel, 1905 verlegte er es nach Jever. Mehrere Angestellte soll er stets beschäftigt haben – bei der Vielzahl seiner Entwürfe und seiner sonstigen Arbeit anders auch kaum möglich. „Immer wieder eckte Eilers mit den Entwürfen für herrschaftliche Häuser an“, weiß Ahlrichs: „So wurde 1907 über das von-Thünen-Haus mit seinem Turm gesagt: ,Das Schweizer-Haus gehört nicht nach Jever‘.“

An den Architekten und seine Frau erinnern heute zwei Straßen: Die Theodor-Eilers- und die Augustenstraße. Die Villen an der Mühlenstraße in diesem Bereich hat Eilers entworfen und gebaut – und in zwei davon mit seiner Familie gewohnt.

Von Ställen bis Hotels und Kirchen

Das Buch „Theodor Eilers – Architekt im Jeverland“ von Erhard Ahlrichs ist im Isensee-Verlag Oldenburg erschienen (ISBN 978-3-7308-1297-6) und kostet 29,80 Euro.

Erfasst sind im Buch 449 Häuser, Höfe und Betriebsgebäude in Jever, Schortens, im Wangerland und auf Wangerooge. Kurze Kapitel führen ins Leben des Architekten ein und liefern eine bauhistorische Einordnung seiner Pläne.

Theodor Eilers baute Hof­stellen, Hotels, Transformatorhäuschen, Brücken, Wohnhäuser und sogar Kirchen: Die ehemaligen katholischen Kirchen Jever und Wangerooge und die heute noch existierende ev. Nikolai-Kirche der Insel hat er geplant.

Von dem Architekten stammen viele bekannte Gebäude: Die Molkerei-Gebäude in Jever, Tettens und Horum, die Volksschule Waddewarden, das „Isolierhaus“ – der mittlere Teil der heutigen Kreisverwaltung –, die Landwirtschaftsschule Jever, der Sillensteder Krug, die Hof-Apotheke am Kirchplatz und die Schloss-Apotheke am Alten Markt in Jever, das von-Thünen-Haus an der Ecke Rosenstraße/Schillerstraße, die Mettcker-Druckerei, das Oetken-Lagerhaus und mehrere prächtige Häuser an der Schlosserstraße und der Mühlenstraße.

Auf Wangerooge baute er das Hotel Hanken, die Villa Gerken, den Kaiserhof, den Anbau des Strandhotels Gerken, die Villa im Park, das Kinderheim Dr. Siems – heute Residenz am Rosengarten –, die Insel-Apotheke, das Haus Meeresstern, Haus Normannia, Haus Schöneck, Haus Ansgar und das einstige Licht- und Luftbad.

Melanie Hanz Redakteurin / Gesamtleitung Friesland
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