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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Ausbildung: Bester Elektroniker ist eine Frau

12.11.2013

Varel Der beste Elektroniker in Niedesachsen ist in diesem Jahr eine Frau: Melanie Wolters aus Varel. Für ihre gute Ausbildung wurde die 24-Jährige von der Handwerkskammer Oldenburg ausgezeichnet (die NWZ  berichtete). „Für mich ist seit meinem 13. Lebensjahr klar, dass ich Elektronikerin werden will. „Ich wollte schon als Kind wissen, warum das Licht angeht, wenn man auf den Schalter drückt.“ Das kommt nicht von ungefähr, sind doch ihr Vater Frank Wolters und ihr Opa Fred Buchtmann auch in diesem Beruf zu Hause. „In der achten Klasse habe ich in der Firma Langer ein dreiwöchiges Schulpraktikum gemacht. Das hat mir so gut gefallen, dass ich gleich angefragt habe, welche Voraussetzungen für den Beruf notwendig sind“, erzählt Melanie Wolters.

Ausbildung zum Elektroniker bei Langer E-Technik

Voraussetzung für eine Lehrstelle als Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik bei Langer E-Technik ist ein guter Hauptschulabschluss oder ein Realschulabschluss. In jedem Fall müssen gute Noten in den Fächern Mathematik und Physik vorliegen. Aber auch ein vernünftiges Sozialverhalten ist Firmenchef Ingo Langer wichtig, weil im Team gearbeitet wird und die Mitarbeiter auch mit Kunden zu tun haben.

18 Auszubildende beschäftigt Langer E-Technik in Varel und Brake. Für einen Ausbildungsplatz im nächsten Jahr werden noch Bewerbungen entgegengenommen. Im Dezember findet ein Einstellungstest statt.

Im ersten Lehrjahr arbeiten die Azubis drei Tage pro Woche in der Firma und sind zwei Tage in der Berufsschule in Varel. Im zweiten, dritten und vierten Ausbildungsjahr gehen die Lehrlinge einmal pro Woche in die Berufsschule. Darüber hinaus gibt es eine überbetriebliche Ausbildung in der Kreishandwerkerschaft in Jever. Ferner üben die Azubis in der Lehrwerkstatt der Firma Langer. Die Lehre dauert dreieinhalb Jahre.

    www.langer-e-technik.de

Lieblingsfach Physik

Das Interesse war auch bei der Firma Langer E-Technik in Varel vorhanden, doch selbstverständlich sollte die Schülerin erst einmal die Schule beenden. Ihr Lieblingsfach am Lothar-Meyer-Gymnasium war Physik. „Nach dem Praktikum bin ich in den Ferien auch schon mal mit meinem Vater auf Kundendienst gegangen“, so Wolters.

Jetzt auf Meisterschule

Nach ihrem guten Ausbildungsabschluss als Elektronikerin im Januar wechselte die junge Frau sofort auf die Meisterschule in Oldenburg. Die läuft am Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) in Vollzeit ab. „Für andere Dinge habe ich momentan keine Zeit“, so Wolters, die ansonsten gerne liest und zum Schwimmen geht. Wenn die Meisterschule Ende Februar abgeschlossen ist, geht es für Melanie Wolters noch ein halbes Jahr weiter. „Ich hänge den Betriebswirt dran.“ Ihr Ziel ist nämlich klar. Im nächsten Sommer steigt sie im elterlichen Betrieb Elektro Buchtmann ein. Auch ihr Vater und ihr Opa haben früher eine Zeit lang zusammengearbeitet.

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„Als ich mich um die Ausbildungsstelle bei Langer beworben habe, war klar, dass ich anschließend zu Hause im Betrieb arbeiten werde“, erklärt die 24-Jährige. „Mein Chef, Herr Langer, kennt das und zeigte Verständnis, hat er doch auch den Betrieb von seinem Vater übernommen.“ Eine Lehre daheim kam für Melanie Wolters aber nicht in Frage. „Es ist immer besser, in einer fremden Firma zu lernen.“ Bei Langer lag der Schwerpunkt der Ausbildung auf Energie- und Gebäudetechnik. Im elterlichen Betrieb geht es vor allem um die Reparatur von Spülmaschinen und Waschmaschinen. Aber auch Elektroinstallationen gehören zum Programm. „Auf der Meisterschule lernen wir die Grundlagen aller Fachbereiche kennen“, erklärt Melanie Wolters.

Während ihrer Ausbildung hat sie neben aller fachlichen Qualifikation insbesondere auch Teamarbeit gelernt und ihr Selbstbewusstsein gestärkt. „Ganz ohne Sprüche geht es auch heute auf den Baustellen nicht ab“, sagt die Exotin in einer männerdominierten Branche. Auch am kommenden Wochenende beim Bundeswettbewerb der besten Elektroniker aus Deutschland in Oldenburg wird Melanie Wolters vor allem auf Männer treffen.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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