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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Wirtschaft: „Bestes für Hafen herausholen“

24.03.2017

Hooksiel Der Außenhafen Hooksiel hat Potenzial – seit Jahren diskutieren Betreiber und Nutzer, Landkreis Friesland und Gemeinde Wangerland über einen Ausbau. Nun sollen die Ausbaupläne konkretisiert werden: Bei einer „Hafenkonferenz“ hat sich am Donnerstag eine Lenkungsgruppe gebildet, die anhand einer Potenzialstudie Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen will. „Wir wollen Gas geben – so weit waren wir noch nie“, sagte Landrat Sven Ambrosy am Ende der Konferenz.

Das Problem: Für den Hafen sind eine Menge zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten denkbar – wenn denn die Wassertiefe ausreichen würde. Hafen-Betreiber Niedersachsen-Ports wäre durchaus bereit, Zufahrt und Becken zu vertiefen – wenn der wirtschaftliche Nutzen nachgewiesen wäre. Das habe in den vergangenen Jahren zu einem Pingpong-Spiel zwischen Nutzern und Betreibern geführt, sagte Ambrosy. Und um das zu beenden, sollen eine Machbarkeitsstudie erstellt und Ziele der Hafenentwicklung definiert werden.

Hafenkonferenz Hooksiel

Mit im Boot bei der Ausbauplanung für den Außenhafen Hooksiel sind neben der Gemeinde Wangerland und dem Landkreis Friesland auch Hafenbetreiber N-Ports, die Wangerland Touristik GmbH, die Betriebe rund um den Hafen wie die Werft Hooksiel und die dort angesiedelten Offshore-Windkraft-Betriebe, die Reederei Huntemann, die Fischer und der WSV Hooksiel.

Geplant ist, innerhalb eines Jahres die Potenzial- und Machbarkeitsstudie vorliegen zu haben, danach soll ein Stufenplan entwickelt werden. „Eventuell könnte 2018 die Umsetzung beginnen“, sagte Landrat Ambrosy.

Als kurzfristige Maßnahme prüft N-Ports, wie der Hafen verlässlich auf mindestens 1,60 Meter Wassertiefe zu halten ist.

„Wir haben großes Interesse daran, die Hafenwirtschaft als weiteres Standbein der Gemeinde Wangerland zu generieren“, sagte Bürgermeister Björn Mühlena: „Hooksiel ist der letzte Hafen bis Emden, der nicht im Schlick liegt.“ Dieses Potenzial gelte es zu heben.

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Tourismus/Freizeit/Wassersport, Reedereien/Werft, Offshore-Dienstleister, Fischerei und Seenotrettung – all diese Nutzungen weist der Hooksieler Außenhafen bereits auf. Ziel der Planungen sei, noch eins draufzusatteln – „allerdings nicht zu Lasten der bisherigen Nutzer“, so Ambrosy. Er griff auch die alte Idee von Hooksiel als künftigem Assistenzhafen für den Jade-Weser-Port wieder auf.

Wohin es gehen könnte, riss Burkhard Kähler, Geschäftsführer der Werft Hooksiel, an: Die Werft hegt schon länger Pläne, eine Schiffshebeanlage über den Deich hinweg zu bauen, um Reparatur und Wartung gewerblicher Schiffe für die Offshore-Branche anbieten zu können. Zudem sei geplant, in die kleine Berufsschifffahrt einzusteigen – für beide Pläne braucht der Hafen eine verlässliche Wassertiefe. Drei Offshore-Firmen sind auf dem Werft-Gelände mittlerweile ansässig – und auch die haben Interesse an einer Erweiterung.

Auch Reeder Dirk Huntemann sieht Potenzial. Dann gibt es die Helgoland-Linie der Reederei Cassens-Eilts – die würde gern von Hooksiel aus den Linienbetrieb zur Hochseeinsel fahren und braucht dafür tiefes Wasser. Und auf den Flächen im Besitz von N-Ports südlich des Hafens wäre Platz für hafenaffines Gewerbe – Voraussetzung ist die Erschließung mit Strom/Gas/Wasser und schnellem Internet.

Dass der Tourismus von einem lebendigen Hafen profitiert, stehe außer Frage, sagte WTG-Chef Armin Kanning.

Auch N-Ports hat großes Interesse, den Hafen weiterzuentwickeln, betonte Niederlassungsleiter Mathias Lüdicke. „Aber bereits jetzt sind Hafenbetrieb und Unterhaltung nicht kostendeckend“, sagte er: Sollen Hafenzufahrt und Becken verlässlich auf mindestens 1,60 Meter Tiefe gehalten werden, kostet das Geld – „deshalb brauchen wir einen Nachweis des wirtschaftlichen Nutzens“. „Wir wollen gemeinsam das beste für Hooksiel herausholen“, sagte Lüdicke. Dass dabei alle an einem Strang ziehen, zeigt sich auch darin, dass alle Beteiligten die Potenzialstudie mitfinanzieren.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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