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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

„Flächen sind Privatbesitz“

16.02.2019

Bockhorn Der Kreislandvolkverband Friesland macht mit einer Pressemitteilung deutlich, warum die Landwirte nicht wollen, dass die Gemeinde Bockhorn Teil des Biosphärenreservats Wattenmeer wird. Die Gemeinde Bockhorn hat die Möglichkeit, als Entwicklungszone Teil des Unesco-Weltnaturerbes zu werden.

„Wir lehnen das Biosphärenreservat nicht als solches ab, sondern die Tatsache, dass damit die Ausweisung eines bestimmten Gebiets verbunden ist“, sagt Landvolk-Vorsitzender Hartmut Seetzen. „Die Städte und Gemeinden würden jeweils mit ihrer gesamten Fläche dem Reservat beitreten – der weit überwiegende Teil davon ist landwirtschaftlich genutzte Fläche, die sich im Privatbesitz befindet.“

Bauern sind Eigentümer

Als Eigentümer dieser Flächen seien die Landwirte direkt Betroffene von einer Entscheidung pro oder contra Biosphärenreservat. „Sie nehmen ihre demokratischen Rechte wahr und besuchen die Ausschusssitzungen, bei denen das Thema behandelt wird. Wenn Ratsherren und -frauen diese Meinungsäußerung berücksichtigen, ist das in unseren Augen kein Lobbyismus, sondern die Vertretung von berechtigten Interessen der betroffenen Bürger“, sagt Hartmut Seetzen. Da die Ausweisung der kompletten Gemeindefläche als Entwicklungszone eine Bedingung für ein Biosphärenreservat sei, hätten Kooperationsgespräche mit der Nationalparkverwaltung aus Sicht des Landvolks keinen Sinn.

Die Landwirte seien sich bewusst, dass sie angesichts der Größe ihrer Flächen eine besondere Verantwortung für ein funktionierendes Ökosystem hätten, und kämen dieser Verantwortung nach. Bereits jetzt seien viele Flächen über das Regionale Raumordnungsprogramm als Gebiete mit besonderem naturschutzfachlichen Wert ausgewiesen; bei der Bewirtschaftung gelten entsprechende Auflagen. „Wir meinen, dies genügt – wir brauchen nicht noch einen zusätzlichen Akteur in Person der Nationalparkverwaltung am Tisch, die über unsere Flächen mitbestimmt“, so Hartmut Seetzen.

„Sehen keinen Nutzen“

Einen Nutzen einer Entwicklungszone Biosphärenreservat könne der Kreislandvolkverband nicht erkennen. Eine profiliertere Vermarktung regionaler landwirtschaftlicher Produkte und die Akquise von Fördergeld sei auch unabhängig von einem Siegel „Biosphärenreservat“ möglich.

Die Befürworter des Beitritts zum Biosphärenreservat sehen das anders. Sie sehen das Biosphärenreservat als Chance für die Küstengemeinden, sich nachhaltig zu entwickeln und auch touristisch zu vermarkten.

Ob die Gemeinde Bockhorn ergebnisoffene Gespräche mit der Nationalparkverwaltung aufnimmt und über die Möglichkeit des Beitritts zum Biosphärenreservat spricht, ist noch nicht klar. Darüber entscheidet der Gemeinderat in der öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 14. März. Beginn ist um 19 Uhr im Rathaus.

Auch in Varel wird der Rat darüber entscheiden, ob Gespräche mit der Nationalparkverwaltung aufgenommen werden. Die Gemeinde Zetel hat sich bereits dafür entschieden und will die Gespräche in diesem Jahr führen.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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