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Die „Seute Deern“ wird abgewrackt
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Aktualisiert vor 15 Minuten.

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Die „Seute Deern“ wird abgewrackt

NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

„Drohkulisse statt fairer Diskussion“

12.02.2019

Bockhorn Die Gruppe Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke im Bockhorner Rat äußert sich zu der Diskussion um das Biosphärenreservat. Mögliche Beitrittsgespräche der Gemeinde Bockhorn mit der Nationalparkverwaltung standen am Donnerstag vergangener Woche auf der Tagesordnung des Ausschusses für Finanzen, Wirtschafts- und Tourismusförderung.

In einem Schreiben an die NWZ teilen Waltraud Voss, Anke Rull (beide Grüne) und Hajo Schepker (Linke) mit: „Während die Ratsmitglieder der Grünen, Linke, SPD und FDP/Scherer durch Gespräche feststellen wollten, zu welchen Bedingungen und/oder eventuellen Einschränkungen ein Beitritt zu dem Biosphärenreservat führen würde, haben CDU/UWG ohne konkrete Informationen zu benennen eine Drohkulisse aufgebaut. Ihrer Ansicht nach ist ein Biosphärenreservat speziell für die Bauern der Ruin. Sie wollen weitere Einschränkungen nicht hinnehmen, können aber auch nicht benennen, welche Einschränkungen konkret gemeint sind.“

Und weiter: „Die Gemeinde Zetel hat in einer Stellungnahme an die Landwirte darauf hingewiesen, dass sie allen Bürgern und nicht nur den Landwirten verpflichtet sei. Es wäre schön gewesen, wenn diese Meinung bei der UWG oder der CDU-Fraktion in Bockhorn auch bestanden hätte. Leider haben sie sich anscheinend nur für die Belange der Bauern eingesetzt.“

Das sehen Grüne und Linke als den falschen Weg an. „In der EU-Agrarkommission beginnt gerade ein Umdenkprozess: nicht mehr die intensive Landwirtschaft, sondern eher die kleineren Bauernhöfe mehr fördern. Die Agrarkommission hat erkannt, dass sich Intensivwirtschaft und Tierwohl gegenseitig ausschließen.“

Grüne und Linke sehen Vorteile für die Landwirtschaft: „Wir sind der Meinung, dass das Biosphärenreservat eine gute Chance für viele kleinere und mittlere Landwirtschaftsbetriebe, die sich jetzt schon für eine nachhaltige Landwirtschaft einsetzen, ist.“

Und weiter: „Die Gemeinde Sande ist schon seit 2007 dem Biosphärenreservat beigetreten. Wäre es den Landwirten dort seitdem schlechter gegangen, hätte die Gemeinde das Projekt sicherlich schon längst beendet.“

Ein weiterer Kritikpunkt: „Besonders unangenehm ist uns die Bemerkung aufgefallen, dass eine Bank die Landwirte davor gewarnt haben soll, dass bei einem Beitritt zum Biosphärenreservat ihre Grundstücke schlagartig an Wert verlieren könnten und damit auch als Kreditsicherung ausfallen. Welches Interesse treibt die Bank zu diesen Behauptungen?“

Zum Abschluss stellt sich für uns auch die Frage, wie ein Bürgermeisterkandidat der CDU damit werben kann, sich für den Umweltschutz einzusetzen, und gleichzeitig vertritt seine Partei ausschließlich wirtschaftliche Interessen und versperrt somit den Weg für eine nachhaltige Entwicklung im Naturschutz und zum Erhalt unserer Umwelt.“

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