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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Umwelt: Hier fühlen sich Fische und Vögel wohl

20.10.2018

Bockhorn /Neuenburg Als sich an der Woppenkamper Bäke noch ein Bagger den Weg durchs Neuenburger Holz suchte, hätte man sich als Laie schnell fragen können, was das mit Naturschutz zu tun hat. Jetzt kann man die Ergebnisse dieser Renaturierungsmaßnahme aber schon sehr gut erkennen – auch wenn es noch einen Wermutstropfen gibt.

Was wurde an der Woppenkamper gemacht?

Für die Woppenkamper Bäke wurde ein neuer Verlauf geschaffen. Die Bäke wurde seinerzeit zur Entwässerung des Landes begradigt. 2015 begannen die Maßnahmen, die der Bäke einen natürlicheren Verlauf geben sollten. Es gibt nun einen mäandernden, mit rund 400 Metern etwa doppelt so langen, Nebenfluss der Bäke, der Nahe der Brücke der B 437 beginnt. Der gerade Abschnitt ist aber nach wie vor vorhanden. Ziel der etwa 20 000 Euro teuren Maßnahme war, das Areal ökologisch aufzuwerten.

Da sich der ursprüngliche Verlauf der Bäke nicht wieder herstellen ließ, hat man einen Verlauf geschaffen, der sich am Ursprung orientiert. An der Umsetzung haben sich die Landesfischereibehörde, die Landesforsten, die Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven und der Sportfischereiverein Friesische Wehde beteiligt.

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Wie macht sich das ökologisch bemerkbar?

Laut Jens Salva, Biologe bei der Landesfischereibehörde, haben sich Flora und Fauna sehr schnell auf den neuen Verlauf der Woppenkamper Bäke eingestellt. Bereits im ersten Jahr nach der Maßnahme habe man Arten feststellen können, die es dort vorher nicht gab. „Vorher hatten wir hier so etwas wie einen langgezogenen Teich. Durch den neuen Verlauf haben sich jetzt Fließgewässerarten angesiedelt“, erklärte Salva. Meeresforellen, Gründlinge und Aale haben dort bereits einen Platz gefunden.

Auch für Eisvögel sei die Umgestaltung der attraktiv: An der steilen Böschung könne sich der Vogel perfekt einen Platz für seine Nisthöhle suchen. An dem begradigten Verlauf gebe es solche steilen Böschungen nicht, erklärt Jörn Schöttelndreier von den Landesforsten. An der „neuen Bäke“ finde der Eisvogel auch mehr Nahrung.

Weiterer Vorteil: Zwischen dem neuen und dem alten Verlauf der Bäke ist eine Insel entstanden, die erstens nicht mehr von den Landesforsten bewirtschaftet werde und zweitens bei Hochwasser nun auch überschwemmt werde. Dieser Auenwald stelle ebenfalls einen guten Lebensraum für viele Arten dar.

Was kann an der Bäke noch verbessert werden?

Jörn Schöttelndreier und die anderen Beteiligten wünschen sich für die neue Bäke noch eine etwas höhere Fließgeschwindigkeit. Das könne man am besten erreichen, indem der Stau in der alten Bäke noch um etwa zehn Zentimeter erhöht wird. Das würde die Menge Wasser, die durch die neue Bäke fließt, erhöhen. Das würde dem neuen Verlauf noch mehr Dynamik verleihen.

Soll heißen: Durch die Kraft des Wasser würde sich der Verlauf der neuen Bäke immer wieder ändern und nie gleich bleiben. Außerdem sei es wichtig, dass die neue Woppenkamper Bäke hin und wieder „durchgespült“ wird. Diesen Effekt könne man aber nur mit höheren Fließgeschwindigkeiten erreichen. Derzeit versuche man noch, den Entwässerungsverband davon zu überzeugen, den Stau zu erhöhen. „Im Moment geht einfach viel Wasser für den neuen Verlauf am zu niedrigen Stau verloren“, sagt Jörn Schöttelndreier.

Wie wird die Entwicklung der Bäke überprüft?

Jedes Jahr wird überprüft welche Arten wie zahlreich in der Bäke vertreten sind. Der Fischereiverein Friesische Wehde schaut dafür beispielsweise nach Fischlaich oder bedient sich der Elektrofischerei. Dazu wird das Wasser kurz unter Strom gesetzt. Die betäubten Fische schwimmen dann an der Oberfläche und können gezählt werden.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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