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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Bohren und Sondieren für Energiewende

26.05.2017

Neustadtgödens Die Vorbereitungen für das Leitungsbauvorhaben des Netzbetreibers Tennet schreiten voran: In Kürze beginnen an den vorgesehenen Standorten für die Strommasten und Kabelübergangsanlagen der geplanten 380-Kilovolt-Leitung von Wilhelmshaven nach Conneforde im Ammerland die Baugrunduntersuchungen. Davon betroffen sind auch zahlreiche Flächen in Schortens und Sande.

Die Stromrasse

Die Stromleitung zwischen Wilhelmshaven und Conneforde ist 35 Kilometer lang. Das Projekt befindet sich aktuell im Planfeststellungsverfahren.

Die Strecke umfasst die fünf Kilometer lange Freilandleitung zwischen Umspannwerk Maade bis zum neuen Umspannwerk sowie 30 Kilometer von dort bis nach Conneforde.

Die 380 KV-Leitung kann bis zu zehn Mal mehr Strom transportieren als die vorhandene 220 KV-Leitung.

Die Stromtrasse quert beim Umspannwerk auf die andere Autobahnseite in den Logistikpark Lange­werth und schwenkt in Höhe der Accumer Landstraße wieder auf die westliche Seite.

Die Stromtrasse wird etwa 25 Kilometer Freilandleitung und zehn Kilometer als Erdverkabelung gebaut. Für die Freilandleitung werden 61 Masten errichtet, zischen 50 und 77 Meter hoch.

Für die Masten beginnen im Mai die Baugrunduntersuchungen.

In Neustadtgödens gab es dazu jetzt für Eigentümer und Pächter der Ländereien, auf denen die Masten in­stalliert werden sollen, abermals eine Bürgerinfo und weitere Details zum Stand der Planung und Informationen zu den bevorstehenden Sondierungen der Böden. Tennet hatte die jeweiligen Eigentümer der von Bohrungen und Zuwegungen betroffenen Flächen eingeladen. Ziel sei, den Bürgerdialog fortzusetzen und das Projekt für die Betroffenen transparent durchzuführen.

Etliche Pächter schauten vorbei, hatten Fragen und Anregungen zu den Standorten der Masten, zu den vorgesehenen Zuwegungen für die Bauarbeiten, zur Tiefe der Bohrungen oder zum weiteren Ablauf. Projektleiter und Vertreter der Bohrungsfirma standen Rede und Antwort. Um die Bauwerke optimal und zukunftssicher planen zu können, sind genaue Kenntnisse des Baugrundes nötig, sagt Geotechniker Olaf Möller. Er erläuterte die technischen Verfahren zur Baugrunduntersuchung mit Drucksondierung sowie anschließender Trockenbohrung.

Aktuell werden noch einige Prüfaufträge und Planänderungen abgearbeitet, sagte Janina Schultze vom Tennet-Bürgerbüro. Etwa für landwirtschaftliche Flächen, wo durch den Maststandort für den Pächter die Bewirtschaftung erschwert würde, der Strommast aber vielleicht genauso gut einige Meter weiter näher an einem Graben errichtet werden könnte.

Insgesamt werden für die 35 Kilometer lange Stromleitung, die nur teilweise als Erdkabel verläuft, 61 Strommasten errichtet. Dazu wird auf den Ländereien eine so genannte Dienstbarkeit eingetragen. Für die Eigner gebe es eine Einmalzahlung.

Der Stromleitungsbau ist Teil der Energiewende in Deutschland und im Bundesbedarfsplangesetz verankert: Für den Abtransport der in den Küstenregionen erzeugten Windenergie in Richtung Süden muss das Stromnetz ausgebaut werden. Die 380- Kilovolt-Leitung vom Umspannwerk Fedderwarden nach Conneforde (und von dort weiter Richtung Süden) ist ein Eckpfeiler der künftigen Stromversorgung. Die neue Leitung verläuft weitgehend parallel zu der bestehenden 220-Kilovolt Leitung und soll diese entlasten.

Der Baubeginn der neuen Stromleitung ist für 2018 geplant. 2020 soll die 380-Kilovolt-Leitung ans Netz gehen.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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