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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Büchsenmacher sollten die Welt bereisen

05.11.2009

100 Jahre Waffen Tückmantel in Varel, über die Region hinaus bekannter Büchsenmacher-Fachbetrieb. Fragen an den Inhaber, Büchsenmacher-Meister Werner Plettenberg.

Von Peter Stange

Frage: Herr Plettenberg, Büchsenmacher, das ist ein besonderes, traditionsreiches Handwerk. Worin besteht sein Reiz?

Plettenberg: Es ist anspruchsvoll und vielseitig, mit sehr verschiedenen Aspekten, von der präzisen handwerklichen Arbeit mit Metall und Holz über die Ballistik bis hin zu gestalterisch-ästhetischen Anforderungen, etwa beim Bau von Jagdgewehren. Die besonders gestaltete, technisch ausgewogene Jagdwaffe – das ist eine Faszination für sich. Doch damit ist das Thema nicht erschöpft.

Frage: Was wäre noch zu nennen?

Plettenberg: Wenn man, wie in meinem Fall, einen entsprechenden Geschäftsbetrieb mit übrigens auch internationaler Kundschaft führt, dann ist man sozusagen einer ganzen Szene verbunden, der Welt der Jäger, Sportschützen und auch der Waffen-Liebhaber. Das ist eine sehr vielschichtige, heterogene Klientel – vom Großwild-Fan, der eine besondere Ausstattung benötigt, bis hin zum Interessenten frei verkäuflicher Waffen –, und man muss ihr einen sehr individuellen Service bieten. Auch das ist für mich ein besonderer Reiz. Im Übrigen bin ich selbst Jäger, und ich bin der ganzen Thematik um Natur, Wild und Jagd sehr zugetan.

Frage: Waren Sie deshalb ab 1988 auch für zwei Jahre in Windhoek/Namibia?

Plettenberg: Ja, aber auch, um Berufserfahrung zu sammeln. Ich arbeitete dort bei einem großen Waffen-Einzelhandel, und in der Büchsenmacherei einer großen Genossenschaft. In unserem Beruf sollte man ein bisschen reisen. Im Übrigen wollte ich gern gerade dieses Land, das historische Deutsch-Südwest, kennen lernen.

Frage: Wie steht es eigentlich um die Zukunft Ihrer Branche?

Plettenberg: Für den inhabergeführten Waffenhandel sind die immer neuen Eingriffe des Gesetzgebers ein Problem. Wegen der geforderten erhöhten Verwahrsicherheit – finanziell aufwändige Aufbewahrung – geben immer mehr Berechtigte ihre Waffen ab, mit der Folge eines Überangebots und Preisverfalls bei Jagd- und Gebrauchswaffen aus zweiter Hand. Noch bedenklicher ist, dass Gewerbefremde Lizenzen für den Waffenhandel erhalten können.

100 Jahre Waffen Tückmantel in Varel, über die Region hinaus bekannter Büchsenmacher-Fachbetrieb. Fragen an den Inhaber, Büchsenmacher-Meister Werner Plettenberg.

Von Peter Stange

Frage: Herr Plettenberg, Büchsenmacher, das ist ein besonderes, traditionsreiches Handwerk. Worin besteht sein Reiz?

Plettenberg: Es ist anspruchsvoll und vielseitig, mit sehr verschiedenen Aspekten, von der präzisen handwerklichen Arbeit mit Metall und Holz über die Ballistik bis hin zu gestalterisch-ästhetischen Anforderungen, etwa beim Bau von Jagdgewehren. Die besonders gestaltete, technisch ausgewogene Jagdwaffe – das ist eine Faszination für sich. Doch damit ist das Thema nicht erschöpft.

Frage: Was wäre noch zu nennen?

Plettenberg: Wenn man, wie in meinem Fall, einen entsprechenden Geschäftsbetrieb mit übrigens auch internationaler Kundschaft führt, dann ist man sozusagen einer ganzen Szene verbunden, der Welt der Jäger, Sportschützen und auch der Waffen-Liebhaber. Das ist eine sehr vielschichtige, heterogene Klientel – vom Großwild-Fan, der eine besondere Ausstattung benötigt, bis hin zum Interessenten frei verkäuflicher Waffen –, und man muss ihr einen sehr individuellen Service bieten. Auch das ist für mich ein besonderer Reiz. Im Übrigen bin ich selbst Jäger, und ich bin der ganzen Thematik um Natur, Wild und Jagd sehr zugetan.

Frage: Waren Sie deshalb ab 1988 auch für zwei Jahre in Windhoek/Namibia?

Plettenberg: Ja, aber auch, um Berufserfahrung zu sammeln. Ich arbeitete dort bei einem großen Waffen-Einzelhandel, und in der Büchsenmacherei einer großen Genossenschaft. In unserem Beruf sollte man ein bisschen reisen. Im Übrigen wollte ich gern gerade dieses Land, das historische Deutsch-Südwest, kennen lernen.

Frage: Wie steht es eigentlich um die Zukunft Ihrer Branche?

Plettenberg: Für den inhabergeführten Waffenhandel sind die immer neuen Eingriffe des Gesetzgebers ein Problem. Wegen der geforderten erhöhten Verwahrsicherheit – finanziell aufwändige Aufbewahrung – geben immer mehr Berechtigte ihre Waffen ab, mit der Folge eines Überangebots und Preisverfalls bei Jagd- und Gebrauchswaffen aus zweiter Hand. Noch bedenklicher ist, dass Gewerbefremde Lizenzen für den Waffenhandel erhalten können.

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