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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Bürger ärgern sich über marodes Hotel

21.10.2015

Obenstrohe „Es ist ein Schandfleck.“ Das leerstehende ehemalige Landhotel Haßmann an der Wiefelsteder Straße ist für viele Obenstroher ein Dorn im Auge. Einige forderten bei der Rollenden Redaktion der NWZ , die am Dienstagmittag in direkter Nachbarschaft auf dem Parkplatz der Bäckerei Müller und Egerer/Netto Station machte, gar den Abriss.

„Man könnte dann auf diesem Areal einen großen Einkaufsmarkt und eine Drogerie bauen“, schlug Irmgard Sandstede vor: „Und dann wäre noch Platz für ein Mehrgenerationenhaus. So wie das Rosenhaus am Seilerweg in Varel. Das fehlt hier in Obenstrohe.“ Ansonsten lobte sie „das gute Nahversorgungsangebot“. Daher sollten mehr Bauplätze geschaffen werden, „damit Schulen und der Kindergarten erhalten bleiben“.

„Am Haßmann-Hof ist seit Jahren nichts passiert“, beklagte auch Jürgen Plorin. Er vermisst eine klassische Kneipe: Früher gab es ja noch den Obenstroher Hof, aber der ist ja jetzt auch zu.“ Zudem bemängelt er vor allem den dichten Verkehr, der durch den Ort fahre. „Vor allem die großen Laster sind sehr laut“, sagte Jürgen Plorin.

„Die Lkw fahren hier auch viel zu schnell“, stimmte Ingolf Tuchscherer zu. Allgemein sollte es mehr Geschwindigkeitskontrollen geben, vor allem im Bereich der Schulen, Sportstätten und dem Kindergarten am Riesweg sowie an der Plaggenkrugstraße. „Da sollte man öfter mal Blitzer aufstellen“, forderte Tuchscherer. Der Familienvater bemängelte zudem das fehlende Angebot für Kinder und Jugendliche. „Seit das Jugendhaus geschlossen ist, gibt es keinen Treffpunkt mehr. Für die Kinder müsste einiges getan werden.“

Eine großes Thema bei der Rollenden Redaktion war auch der Radfahrverkehr. So kritisierte Karl Wiechmann, dass an der Mühlenteichstraße eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h nur bis zum Parkplatz am Mühlenteich gilt. „Ab dort muss man auf der Straße fahren – und es gilt Tempo 70“, sagte er.

Vor allem auf dem kurvigen letzten Stück bis zur Bundesstraße 437 sei es gefährlich. „Autos haben mich schon mit dem Spiegel am Ellenbogen erwischt“, sagte der passionierte Radfahrer. Da er aber nur im Sommer durch den Wald ausweichen kann („Im Herbst und Winter ist es dort zu matschig“), wünschte Karl Wiechmann sich die Verlängerung des Radweges.

Dass es an der Mühlenteichstraße keine „befestigte Randkante“ gibt, bemängelte Elke Töben. „Bei der Sanierung hätte man gleich eine ordentliche Bordsteinkante setzen können – oder zumindest Rasengittersteine“, sagte sie. Zudem ärgert auch sie sich über das Haßmann-Gebäude und fragte: „Es steht schon ewig leer. Warum tut sich dort bloß nichts?“

Einen Fußgängerüberweg an der Wiefelsteder Straße gegenüber vom Netto-Parkplatz hält Wilfried Schulze für notwendig. „Man kommt hier sehr schlecht über die Straße und muss manchmal sehr lange warten“, sagte er. Optimal wäre die Errichtung einer Ampel.

Viel mit dem Fahrrad unterwegs ist Ernst Hein. Er ärgert sich darüber, dass die Autos und Lastwagen den neuen Grünstreifen entlang der Oldenburger Straße Richtung Varel kaputtfahren. „Zudem würde ich mir wünschen, dass die Zuwegung zum Friedrichsfeld-Gelände für Radfahrer ein bisschen bequemer gemacht wird. Es ist sehr schwierig, dort mit dem Rad durchzukommen“, sagte er.

Über die Klage gegen die Stadt eines Bürgers aus Jever, der die Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht an der Oldenburger Straße erzwingen will, ist Wolfgang Meiners erbost. „Dort herrscht ein reger Lkw-Verkehr“, gab er zu bedenken. Deshalb solle man lieber den Radweg benutzen.

Ein Fahrradreparaturgeschäft in Obenstrohe wünscht sich Ursula Schmieder: „Zudem fehlen hier eine Drogerie und eine Kneipe.“ Das gleiche meinte Kurt Klose. „Ansonsten ist der Erholungs- und Freizeitwert in Obenstrohe ausgezeichnet. Auch die Infrastruktur ist sehr gut.“

Die vielen auf dem Bürgersteig am Wacholderweg und Wollgrasweg parkenden Autos sind Manfred Mrotzek ein Dorn im Auge. „Die Straße ist doch breit genug. Da kann jeder vorbei“, betonte er und monierte, dass sich durch das Parken schon Gehwegplatten verschoben hätten. „Zudem müssen die älteren Anwohner, die mit einem Rollator vorbei wollen, auf die Straße ausweichen“, schimpfte er.

Die mangelnde Pflege des Kriegerdenkmals in Obenstrohe beklagte Helga Renken. „Dort sieht es katastrophal aus. Nur am Totensonntag wird etwas aufgeräumt. Der niedergelegte Kranz liegt dann das ganze Jahr dort.“ Sie hatte sich zwar beim Bauamt beschwert und angeboten, das von Gras überwachsene Areal selbst zu pflegen. „Man sagte mir aber, das Gelände ist Eigentum der Stadt und ich dürfte dort nicht hin“, berichtete Renken. „Doch dort muss es doch gepflegt aussehen.“

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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