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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Bürger wollten keine Teilung

19.12.2009

CONNEFORDE Seit 1972 beziehungsweise 1980 liegt Conneforde im Ammerland. Zuvor gehörte das Dorf – wie übrigens auch der Ort Spohle – zur Gemeinde Varel-Land (1856 bis 1972). Bei der Gebietsreform 1972 wurde zunächst der südliche Teil Connefordes, 1980 auch der nördliche Teil der Gemeinde Wiefelstede zugeschlagen. Schilder kündeten damals vom Unmut der Bürger: „Conneforde zweigeteilt – niemals“.

Besiedelt ist der Ort wohl seit dem Mittelalter – und wichtig war an der Straße zwischen Oldenburg und Ostfriesland der „Dorfkrug“, der früher „Burgschänke“ hieß, wohl nach einer Burg oder Befestigung und der seit mehr als 350 Jahren der Familie Brumund gehört. Die betreibt dort heute einen Campingplatz und manche andere Freizeiteinrichtung, sogar ein Flugplatz ist dort angelegt worden. „Der Name Bernsteinsee stammt aus der Zeit der Entstehung. Damals wurden hier zahlreiche Bernsteine gefunden“, heißt es bei der Gemeinde Wiefelstede.

Conneforde ist auch verbunden mit dem Waldfriedhof (seit 1958), der von einem Ahnenstättenverein für Menschen ohne Konfession betrieben wird. Und zur Sommersonnenwende findet in Conneforde eine Sonnenwendfeier statt.

Um 1577 kam das Gebiet Spohle und Conneforde nach Varel, zur Kirche gingen die Menschen aber in Wiefel-stede. Ab 1699 bis 1814 war die Landvogtei Neuenburg für Wiefelstede zuständig. Bei der Verwaltungsreform 1933 wurde das Gebiet der Gemeinde Wiefelstede dem Landkreis Ammerland angegliedert.

Und dann kam die erneute Gebietsreform zum 1. Juli 1972: Die Bauerschaften Spohle, der südliche Teil Connefordes und Hullenhausen/Herrenhausen wurden aus der damaligen Gemeinde Varel-Land in die Gemeinde Wiefelstede umgegliedert, der nördliche Teil Connefordes verblieb bei Varel. Dann kamen die Plakate „Conneforde zweigeteilt – niemals“ und mit der Wiederherstellung des Landkreises Friesland (Varel, Bockhorn und Zetel hatten von 1977 an zum Ammerland gehört) zum 1. Januar 1980 wurde auch der nördliche Teil Connefordes eingemeindet. Sehr zum Bedauern der Vareler Kämmerei. Das Umspannwerk in Conneforde war nämlich als Gewerbesteuerzahler willkommen.

Der Name Conneforde (Konrads Furt) soll übrigens auf Graf Konrad II. von Oldenburg (1342 bis 1401) verweisen.

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Dorfkrug | Campingplatz

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