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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Mehr Schadstoffe in Sandkuhle gefunden

28.09.2019

Dangast In der Dangaster Sandkuhle stecken offenbar mehr schädliche Stoffe, als zunächst angenommen: Wie Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner am Freitagnachmittag mitteilte, sind bei Voruntersuchungen im südlichen Bereich der Sandkuhle „zusätzliche mit Schadstoffen belastete Grundflächen“ identifiziert worden.

Diese Altlasten erstreckten sich aber offenbar deutlich weiter in die Sandkuhle hinein, als das im nördlichen Bereich der Fall ist. Daher haben die Eigentümer sich an die Stadt Varel als Vorbesitzer der Fläche gewandt, um den Schaden zu reklamieren. Für die Stadt könnte es teuer werden: Bürgermeister Wagner hat jedenfalls bereits am Donnerstagabend den Verwaltungsausschuss der Stadt informiert. Es bestehe die Annahme, dass es sich um „einen kostenintensiven Schaden handeln kann, für den die Verursacher haftbar sein könnten“.

Die Ergebnisse der von den Bauträgern veranlassten Voruntersuchung, weisen laut Stadt darauf hin, dass es sich um die gleichen Schadstoffeinträge handelt, wie im nördlichen Bereich der Sandkuhle. „Dies bedeutet, dass die Schadstoffe sehr wahrscheinlich mit einer Duldung oder Genehmigung der damals Verantwortlichen eingebracht wurden“, heißt es in der Mitteilung des Bürgermeisters. „Leider wurde versäumt, oder es wurde zur damaligen Zeit keine Notwendigkeit gesehen, diese heute als Gefahrenstoffe eingestuften Abfalllagerungen im Schadstoffkataster anzumelden oder in den Grundbüchern zu vermerken.“

Im Kaufvertrag heißt es unter Paragraf 5 „Lastenfreiheit“: „Die Verkäuferin versichert, dass ihr keine schädlichen Bodenveränderungen, die geeignet sind, Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für den Einzelnen oder die Allgemeinheit herbeizuführen, bekannt sind.“

Da es Hinweise aus der Bevölkerung gegeben hat, dass in den 60er Jahren in der Sandkuhle Schadstoffe vergraben wurden, hat die Stadtverwaltung bereits vor dem Verkauf der Fläche vom Landkreis Friesland Proben an mehreren Verdachtspunkten nehmen lassen. Dabei habe man aber nichts gefunden.

Ein objektiver Überblick über die Menge und Art der Belastung könne nur mit einer eingehenden Untersuchung und einem Fachgutachten gewonnen werden, so der Bürgermeister weiter. „Diese Untersuchung zu beauftragen ist nun die erste Pflicht und der erste Schritt zur Klärung der Sachlage“, schreibt Wagner. Sobald die Ergebnisse vorliegen, könne entschieden werden, wie es mit der ehemaligen Sandkuhle weitergeht.

Wagner will Verzögerungen des „Entwicklungsprojekts Dangast“ vermeiden. In „engmaschigen Abstimmungsgesprächen“ sollen daher die Bauplanungen und die Lösung des Altlastenproblems „möglichst parallel und zeitgleich abgewickelt werden“.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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