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Umbau: Strenge Auflagen für Gulfhaus-Sanierung

14.06.2018

Dangast Umbau mit strengen Auflagen zum Artenschutz von Tieren: Das Vorhaben, das alte Gulfhaus an der Sielstraße 24 in Dangast zu einer Wohngemeinschaft (WG) für sechs Intensivpflegepatienten umzubauen, hat die nächste Hürde genommen. Die Mitglieder des Planungsausschusses haben am Dienstagabend den Abwägungsvorschlägen bei zwei Enthaltungen zugestimmt.

Vor allem die Vorschläge des Vereins „Aktion Fischotterschutz“ aus Hankenbüttel folgte das Planungsbüro Boner aus Dangast. So müssen bei der Sanierung des denkmalgeschützten und völlig maroden Gebäudes aus dem Jahr 1840 sogenannte Fledermauskammern, die für die Tiere von außen zugänglich sind, in den Dachstuhl eingebaut werden. Zudem sollen Nistkästen für Schleiereulen angebracht werden.

Wann der Umbau beginnen kann, steht indes noch nicht fest. Investor ist der Bauunternehmer Gerald Hoppmann aus Metjendorf (Landkreis Ammerland), Träger der Paritätische.

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In der vorangegangenen Einwohnerfragestunde wurde aber auch Kritik laut. Für Diskussionen sorgte vor allem das Herauslösen des Geländes aus dem Landschaftsschutzgebiet, um das Projekt zu realisieren. Das hatte der Kreistag vor zwei Jahren beschlossen. „Ohne dieses wäre die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes nicht möglich“, erläuterte Olaf Freitag von der Stadtverwaltung.

Auf die Verwendung des Grundstücks als Wohn- und Pflegeeinrichtung für schwerkranke Menschen, legte Ratsherr Bernd Redeker (CDU) großen Wert: „Der Einsatz für behinderte Menschen ist in diesem Fall höherwertiger als für den Naturschutz.“

Bedenken von Leo Klube­scheidt (Zukunft Varel), dass nach einem wirtschaftlichen Scheitern des Projektes an der Sielstraße dauerhaft Ferienwohnungen entstünden, räumte Olaf Freitag aus. „Dann wird der vorhabenbezogene Bebauungsplan aufgehoben.“ Die eventuelle Rückführung in ein Landschaftsschutzgebiet wäre indes Sache des Kreises Friesland.

Olaf Ulbrich Kanalmanagement / Redakteur
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