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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Umwelt: Das kommt nicht in die (Plastik-)Tüte

31.05.2016

Varel Der Ständer bei Rossmann, an dem bis vor kurzem die kostenlosen kleinen Plastiktüten zum Mitnehmen hingen, ist leer, und auch in vielen anderen Vareler Geschäften gibt es Plastiktüten nur noch gegen Gebühr. Ab Juli gilt die freiwillige Selbstverpflichtung des Handels, die kostenlose Plastiktüte abzuschaffen. Darauf haben sich der Handelsverband Deutschland und das Umweltministerium geeinigt. Viele Vareler Händler haben bereits am 1. April, dem ursprünglich geplanten Stichtag, mit dem Verkauf von Plastiktüten begonnen – der Umwelt zuliebe. Die NWZ  fragt nach, wie das bei den Kunden ankommt.

Einige Kunden meckern

„Das hat sich eingespielt, nur einige meckern“, sagt Sabine Hasler von Dieler Handel, „fast alle Kunden bringen Taschen mit. Statt wie noch vor einigen Wochen die gekauften Textilien selbstverständlich in die Plastiktüte zu packen, fragt sie jetzt: „Bekommen Sie das so mit?“ Seit eine Plastiktüte 20 Cent kostet, sei die Nachfrage rapide zurückgegangen.

Auch bei Thalia gehen am Tag nur noch fünf bis zehn Plastiktüten über den Ladentisch, berichtet Filialleiterin Anna Harms. Seit 1. April werden die Plastiktüten nicht mehr „aktiv angeboten“, sagt sie, wer eine möchte, kann verschiedene Modelle von zehn bis vierzig Cent das Stück kaufen.

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Seit April zieht auch Apotheker Jandirk Burchards die Selbstverpflichtung durch und ist erstaunt, wie wenige Plastiktüten noch über die Tresen der Friesen- und Rosenapotheke gehen: „Ungefähr zehn Tüten die Woche, vorher waren es mehr als 500“, sagt er. Die meisten Kunden fänden es gut, der Umwelt zuliebe auf Plastiktüten zu verzichten, berichtet der Apotheker.

Wer bei ihm eine Plastiktüte für seinen Einkauf möchte, wird gebeten, dafür einen Betrag in die Spendendose zu werfen. 63,60 Euro hat Burchards jetzt an den Nabu Varel übergeben, der es für sein Friedhofs-Projekt verwenden möchte.

Etwa zehn bis zwanzig Prozent der Kunden fänden es wenig kundenfreundlich, für die Plastiktüte zu zahlen, so Burchards, „wir mussten uns auch schon anhören, dass das eine ,Frechheit’ sei“.

Reaktionen wie diese fürchtet Sascha Schnittger vom Modehaus Schnittger und verpackt die bei ihm gekauften Textilien weiterhin in Tüten. „Der Service muss gewährleistet sein“, sagt er, „ich kann einem Kunden, der ein Hemd für 100 Euro kauft, kein Geld für die Tüte abnehmen“. Die Firma Schnittger habe vor zehn Jahren auf Papiertüten umgestellt, nur die ganz kleinen Tüten seien noch aus Plastik.

„Kunden lieben Plastik“

Er überlegt, auch die kleinen Tüten auf Papier umzustellen, habe aber festgestellt, „dass die Kunden Plastik lieben, gerade bei Regen“. Die Tragetaschen seien ein hoher Kostenfaktor und er freue sich über jeden Kunden, der eine eigene Tasche mitbringt. Und das komme immer häufiger vor, seit es in Varel in immer mehr Geschäften die Tüte nur noch gegen Gebühr gibt, berichtet Sascha Schnittger.

Angetan davon ist Marion Borchardt von der Lokalen Agenda Varel, die sich seit Jahren für ein plastiktütenfreies Varel engagiert und Plaketten an Vareler Firmen vergeben hat, die auf Plastiktüten verzichten. Jetzt geht die Lokale Agenda noch einen Schritt weiter und plant, Leinenbeutel mit verschiedenen Vareler Motiven zu kreieren, die die Plastiktüte ersetzen sollen.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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