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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Deichschafe auf dem Rückzug

27.02.2010

WANGERLAND /WILHELMSHAVEN Kein Deich ohne Schafe: Allein auf der 60 Kilometer langen Deichlinie des III. Oldenburger Deichbands in Friesland und Wilhelmshaven weiden fast 14 000 Schafe. Die Tiere halten nicht nur das Gras kurz, sondern treten auch den Boden fest – wichtig für die Deichsicherheit.

Doch die Schafbeweidung ist auf dem Rückzug. „Inzwischen beweiden wir rund zehn Kilometer Deich nicht mehr mit Schafen“, sagt Deichband-Vorsteher Früsmer Ortgies. Grund dafür sind der Tourismus und die Hunde. „Wir haben zwar überall Hundeverbotsschilder an den Deichen stehen, aber trotzdem kommt es jedes Jahr mehrmals vor, dass Hundehalter ihre Hunde auf dem Deich frei laufen lassen, die die Schafe jagen oder gar reißen“, berichtet Ortgies.

Hinzu kommt, dass Deiche als Spazierstrecke beliebt sind. In den vergangenen Jahren hatte es deshalb immer wieder Debatten gegeben, ob Schafe Spaziergängern zumutbar sind. Die Folge: Die Deiche des III. Deichbands im Wilhelmshavener Stadtgebiet hat schon lange kein Schaf mehr betreten. Auch in Horumersiel rund um den Hafen und Hooksiel rund um die Schleuse sowie in Cäciliengroden wurden die Schafe von den Deichen entfernt.

„Wir sehen das wie auch die übrigen Deichbände in Deutschland ganz sachlich“, sagt Ortgies: „Wenn der Bürger keine Schafe auf dem Deich will, richten wir uns eben danach.“

Allerdings steigen Aufwand und Kosten, wenn statt der Schafe die Rasenmäher den Deich pflegen: Ortgies zufolge kostet die Beweidung rund 3000 Euro pro Kilometer Deich, wird gemäht, steigen die Kosten auf rund 10 000 Euro pro Kilometer. „Allerdings gilt am Deich das Verursacherprinzip“, erläutert Ortgies: Kommunen, die Deiche gemäht haben möchten, werden pauschal an den Kosten beteiligt. Das gilt für die Gemeinde Wangerland genauso wie für Sande und Wilhelmshaven.

Genau andersherum sieht es übrigens am Hooksieler Badestrand aus: Dort waren die Deiche im vergangenen Jahr neu eingezäunt worden und werden nun von Schafen beweidet. Bisher war auf diesem Deichabschnitt das Gras gemäht worden. „Wir hatten festgestellt, dass der Deich in einem Zustand ist, dass er die Schafe braucht“, erklärt Ortgies. Bisher habe es dort auch noch keine Probleme mit Hunden und Spaziergängern gegeben.

Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311

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