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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Deponie hat noch Platz für Bauschutt

04.02.2014

Varel /Hohenberge Der Landkreis Friesland lässt prüfen, ob auf der früheren Mülldeponie in Hohenberge Bauschutt abgelagert werden könnte. Hintergrund ist die Suche der Landesregierung nach geeignetem Deponieraum für Bauschutt. Das Umweltministerium hatte die Kreise aufgefordert, nach Deponieflächen Ausschau zu halten.

„In Hohenberge sind wir in der Lage, das Tal zwischen den beiden Deponiekörpern aufzufüllen“, sagte Landkreis-Pressesprecher Sönke Klug. Technisch sei das zu bewerkstelligen, berichtete er von Anfragen an das Gewerbeaufsichtsamt und Ingenieurbüros. Freilich müsste auch geklärt werden, wer eine solche Deponie betreibt (der Landkreis, mehrere Landkreise oder ein Unternehmen). Hintergrund der gestiegenen Menge an (gewerblichem) Bauschutt sind schärfere gesetzliche Vorschriften für die Behandlung von Bauschutt.

Die Mülldeponie in Hohenberge wurde bis 2005 betrieben und dann stilgelegt. Nach einem Setzungsprozess von sechs Jahren hatte vor anderthalb Jahren die Rekultivierung des südlichen Deponiekörpers begonnen. Dort war von 1993 bis 2005 Müll abgelagert worden. Der nördliche Deponiekörper ist älter und wurde schon früher rekultiviert.

Wegen der neuen Planungen ist die Abdeckung des nördlichen Deponie-Körpers zurzeit teilweise ausgesetzt. Dort sollte ein sogenanntes Leitungsnetz verlegt werden, das sogenannte Dichtungskontrollsystem.

9600 Euro hatte der Landkreis für die Ingenieurvorplanungen angesetzt. Die Ingenieure hatten feststellen sollen, ob das Vorhaben in Hohenberge technisch umgesetzt werden kann.

Entschieden ist aber bislang noch nichts. Wenn das Vorhaben umgesetzt wird, dann wäre die Deponie nur für so genannte mineralische Abfälle, also Boden und Bauschutt, nicht aber Baustellenabfälle wie Gipskartonplatten oder Holz (das müsste weiterhin nach Wiefels geschafft werden). Das Volumen der möglichen neuen Abfalldeponie beträgt insgesamt 520 000 Kubikmeter, das wären geschätzt 936 000 Tonnen.

Handwerker und Unternehmen aus Varel und der Friesischen Wehde klagen schon jetzt über die weiten Wege zur Deponie in Wiefels. Dort wird Bauschutt angenommen. In Hohenberge selbst werden nur Sperrmüll von Privathaushalten sowie Grünabfälle (kein Lau) an drei Tagen in der Woche angenommen (freitags, sonnabends, montags).

Hans Begerow
Leitung
Politik/Region
Tel:
0441 9988 2091

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Abfallwirtschaft | Gewerbeaufsichtsamt

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