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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Deichbaustelle für viele „Lebenswerk“

08.09.2018

Elisabethgroden 20 Jahre hat es gedauert und nun ist die Erhöhung und Verstärkung des Elisabethgrodendeichs im Wangerland tatsächlich abgeschlossen. Zu Recht bezeichnete Christian Janssen, Geschäftsführer des Bauunternehmens Matthäi und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der ausführenden Baufirmen, die Baustelle als „Lebenswerk“. „Das war mehr als nur ein Job und nicht alle können den Bauabschluss noch miterleben“, sagte er.

Der III. Oldenburgische Deichband um Vorsitzenden Eilt-Onno Garlichs feierte den Abschluss der Bauarbeiten am Freitag auf dem Gelände des Baustellen-Camps am Fuß des Elisabethgrodendeichs – mit vielen Gästen: Aus Politik und Verwaltung, vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft-, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der Baufirmen, der Nationalparkverwaltung, von Natur- und Umweltschutzverbänden, Anwohnern der Kreisstraße 87, über die die Kleitransporte zwischen Hohenkirchen und Elisabethgroden liefen, Frieslands Landrat Sven Ambrosy und Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) sowie Insemarie und Früsmer Ortgies, die als Mitglied im Niedersächsischen Landtag und früherer Vorsteher des III. Oldenburgischen Deichbands die Bauarbeiten jahrelang begleitet hatten.

Alle Redner waren sich dabei einig, dass der Küstenschutz unverzichtbar für die Region ist. Schließlich handle es sich um eine Kulturlandschaft. „Seit Jahrhunderten gelingt uns der Kampf gegen die Nordsee, aber wir sind noch lange nicht fertig mit den Küstenschutzmaßnahmen“, betonte Olaf Lies. Er forderte einen Fonds von einer Milliarde Euro für den Küstenschutz – „denn das ist das Geld, das wir in den nächsten zehn Jahren benötigen werden“, sagte er. Der Fonds solle unabhängig von Haushaltsjahren und -mitteln sein, forderte er. Ambrosy unterstützte diese Forderung.

Im Anschluss an den Festakt enthüllte Bildhauerin Uta Grams aus dem Wangerland die Skulptur „Woge retour“, die nun am Deich steht.

Die ersten Planungen für den Ausbau des zwölf Kilometer langen Elisabethgrodendeichs begannen 1995. Die Baumaßnahme begann 1998 mit zwei Versuchsstrecken. 2001 startete dann die eigentliche Deichbaumaßnahme. Der Deich wurde in acht Abschnitten ausgebaut. 2018 – nach 20 Jahren Bauzeit – ist die Maßnahme fertig.

Eingesetzte Baustoffe:
 Kleiboden: 1,8 Mio. Kubikmeter, davon 1,3 Mio. Kubikmeter Kleientnahme in Hohenkirchen, 0,4 Mio. Kubikmeter Kleientnahme Deichvorland, 0,1 Mio Kubikmeter von anderswo.
Deichsicherungswege: auf 27 Kilometern 16 600 Kubikmeter Beton verbaut.

Finanzierung:  
 56 Mio. Euro Gesamtkosten 
 davon Gemeinschaftsaufgabe (GA: 30 % Land, 70 % Bund) 50 Mio. Euro
 EU-Mittel 6 Mio. Euro

Planung: NLWKN – Betriebsstelle Brake-Oldenburg, Dienstgebäude Wilhelmshaven Bauherr: III. Oldenburgischer Deichband.

Rahel Wolf
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965312

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