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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Fischer ärgern sich über Müll in der Bäke

28.08.2018

Ellenserdammersiel Unbekannte haben wahrscheinlich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag vergangener Woche Kunststoff-Schlauch-Säcke mit Anbausubstrat für Jungpflanzen in der Woppenkamper Bäke in Ellenserdammersiel entsorgt. Am frühen Donnerstagmorgen entdeckte ein Spaziergänger, der seinen Hund ausführte, die auf und im Wasser treibenden Säcke.

Der Spaziergänger informierte Uwe Schill von der Fischereiaufsicht. Dieser war gegen neun Uhr vor Ort und sah die mit Löchern für die Pflanzen versehenen Säcke. Die Strömung hatte sie schon in einem weiten Bereich verteilt und etliche waren schon im Wasser versunken. Schill verständigte Ingo Frerichs vom für dieses Gewässer zuständigen Fischereiverein, der auch sofort herkam. Er stellte eine Substratprobe zur Ermittlung eventueller Dünger- und Pflanzenschutzmittelrückstände und eine Wurzel, um die Pflanzenart zu bestimmen, sicher.

Anne Frerichs vom Fischereiverein sagt: „Das ärgert uns maßlos. In der Woppenkamper Bäke sind so viele Fische, Hecht, Zander, Barsch, Karpfen, Weißfisch und Rotaugen, die fressen die Plastik und der Torf verunreinigt das Wasser, daran können sie sterben.“

Sie ärgert sich außerdem darüber, dass mehr als vier Tage verstrichen sind, bevor eine Behörde reagiert hat. „Wir haben das sofort der Gemeinde mitgeteilt, aber bis jetzt ist nichts passiert“, sagte sie am Montagmorgen. Die Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde Bockhorn sind nach Auskunft der Gemeinde am Montag angerückt, um die Säcke zu entfernen.

Es ist allerdings gar nicht klar, ob die Gemeinde überhaupt zuständig war. „Wir sind davon ausgegangen, dass die Sielacht zuständig ist, und haben das weitergegeben“, sagt Bockhorns Bürgermeister Andreas Meinen. „Wichtig ist uns aber auch, dass das da wegkommt. Deswegen haben wir den Müll jetzt entfernt. Es bestand aber keine größere Gefahr wie etwa bei Öl.“

Das sieht auch Jans-Uwe Kock, Geschäftsführer der Sielacht, so. Er war in der vergangenen Woche selbst vor Ort und hat sich die Situation angesehen. Eine Gewässerverschmutzung von größerem Ausmaß habe er nicht feststellen können. Doch auch die Sielacht sei nicht zuständig. „Wir unterhalten ein Gewässer und sorgen für den Abfluss. Aber bei Gewässerverunreinigung ist der Landkreis zuständig.“ Klar sei dennoch: Wenn die Säcke weiter flussabwärts getrieben wären, wären sie im Steinhauser Verlaat der Sielacht gelandet. „Und da hätten wir sie natürlich entfernt“, sagt Kock.

Dazu, ob der Landkreis Friesland als Untere Wasserschutzbehörde hätte reagieren müssen, konnte Landkreissprecherin Nicola Karmires am Montag zunächst keine Auskunft geben.

Sandra Binkenstein
Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2506

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