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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Edo-Wiemken-Grabmal: Ende des Flickwerks in Sicht

12.05.2015

Jever Einige der Bleiglasfenster des Edo-Wiemken-Grabmals auf dem jeverschen Kirchplatz sind schon länger zerbrochen. Sie wurden provisorisch notverglast, damit Wind und Regen nicht weitere Schäden verursachen. Inzwischen sind jedoch weitere Scheiben zerbrochen. „Möglicherweise durch Winddruck“, sagt Professor Dr. Antje Sander, Leiterin des Zweckverbands Schlossmuseum Jever.

Tatsächlich sollen spätestens im Juni die zerbrochenen Glasscheiben ersetzt werden. Das teilte Dr. Matthias Bollmeyer, Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion, jetzt mit. Er habe vom Staatlichen Baumanagement in Wilhelmshaven, bei dem er auf den Missstand hingewiesen habe, erfahren, dass sich die Einholung von Handwerkerangeboten wegen des Aufwands zur Reparatur des speziellen Glases aufwendiger gestaltet habe. Deshalb habe sich die Reparatur verzögert.

Bleiglasfenster sind Fenster, bei denen einzelne Flachglas-Stücke durch Bleiruten verbunden sind. Obwohl der Name es nahelegt, wird in Bleiglasfenstern kein Blei- oder Bleikristallglas verwendet.

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„Wir wissen natürlich alle, dass eine vollständige Überholung des Grab-Denkmals in Planung ist, aber es ist sicherlich nicht im Sinne des Denkmalschutzes, wenn zuvor keine derartigen Kleinmaßnahmen erfolgen“, so Bollmeyer.

Ob und wann das Edo-Wiemken-Grabmal, denkmalgeschützter Anbau der Stadtkirche im Besitz des Landes Niedersachsen, komplett saniert wird, ist unterdessen weiter offen. Seit 2007 steht fest, dass dringender Sanierungs- und Restaurierungsbedarf besteht. Denn das Denkmal aus Holz, Stein und Alabaster bröckelt und bröselt vor sich hin. Um 1561 wurde es im Auftrag von Jevers legendärer Regentin Fräulein Maria von Heinrich Hagart, einem Schüler des Antwerpener Bildhauer- und Baumeisters Cornelius Floris, gebaut.

Ursache des Verfalls ist insbesondere die hohe Luftfeuchtigkeit im Choranbau der Kirche: Risse und abgeplatzte Steinteile an den Figuren sowie verzogene Balken im Baldachin sind die Folgen.

„Wir bemühen uns nach wie vor darum, dass das Grabmal den Status ,national bedeutendes Kulturdenkmal‘ erhält“, sagte am Montag Landesdenkmalpfleger Niels Juister in Oldenburg auf Nachfrage der NWZ. Erhält das Edo-Wiemken-Grabmal diesen Status, könnten Fördermittel von Bund und Land für die Sanierung fließen. Rund eine Million Euro wird die Sanierung nach Schätzungen kosten (die NWZ  berichtete).

Vor kurzem erst hat die Abteilung Restaurierung der Landesdenkmalpflege das Grabmal in Augenschein genommen, um für einen entsprechenden Förderantrag die groben Kosten planen zu können, sagte Niels Juister.

Von der Restaurierung und Sanierung erhoffen sich Antje Sander und Horst Radowski vom Altertums- und Heimatverein, der das Grabmal betreut, auch Aufschluss über die Gruft unter dem Denkmal. Sie ist zuletzt 1885 im Beisein des Großherzogs von Oldenburg geöffnet worden. Ein großer Sarg und mehrere kleine waren damals entdeckt worden. Im großen Sarg liegt eine Leiche mit langem Haar – möglicherweise Fräulein Maria. Doch um das zu klären, braucht das Schlossmuseum Geld für ein Forschungsprojekt (die NWZ  berichtete).

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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