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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Ersatz-Fahrzeug ,schon finanziert‘

25.01.2016

Hooksiel Das gab es noch nicht: Hooksiels Ortsbrandmeister Jörg Nöchel konnte bei der Hauptversammlung der Ortswehr am Freitagabend fünf Nachwuchsfeuerwehrleute in die Einsatzabteilung übernehmen: Wiebke und Wilko Nowatzki, Lea Dörfel, Jan Windels und Florian Schulz sind eine willkommene Verstärkung für die Aktiven.

Ernennungen und Beförderungen

Zu Feuerwehranwärtern ernannt wurden Wiebke Nowatzki, Lea Dörfel, Wilko Nowatzki, Jan Windels und Florian Schulz. Sie wurden von der Jugendfeuerwehr Hooksiel in die Einsatzabteilung übernommen.

Befördert wurden Kai van Brug, Lukas Lubomirski und Jan Philipp: Sie sind nun Oberfeuerwehrmänner. Alexander Schriever wurde zum Hauptfeuerwehrmann und Patrick Obst zum Oberlöschmeister befördert.

Geehrt wurden Karsten Mewes für neun Jahre als Gerätewart, Malte Meiners und Elmar Sackmann für 25 Jahre Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr sowie Maik Bruns für 30 Jahre.

Hauptfeuerwehrmann Adolf Ulfers wurde für 50 Jahre in der Freiwilligen Feuerwehr mit dem Abzeichen des Landesfeuerwehrverbands ausgezeichnet. Die Ehrung für Heinz-Dieter Bruns für 40 Jahre in der Feuerwehr wird nachgeholt. Alle Geehrten erhielten auch Urkunden von der Gemeinde.

Aus beruflichen Gründen hat Karsten Mewes das Amt des Gerätewarts aufgegeben. Neuer Gerätewart ist Janek von Hertell, sein Stellvertreter ist Florian Schulz.

Mit 25 Kräften sei die Einsatzabteilung ordentlich aufgestellt – allerdings ist noch Luft nach oben. Insgesamt hat die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel 63 Mitglieder: Neben den aktiven Brandschützern neun passive Mitglieder, zwölf Nachwuchskräfte in der Jugendwehr und 17 in der Alters- und Ehrenabteilung.

Gemeinsam leisteten die Aktiven 5708 Stunden Dienst, davon 570 bei Einsätzen. Die höchste Dienstbeteiligung hatten Fred Jacobi mit 583 Stunden, gefolgt von Carsten Behnk mit 448 Stunden plus 144 für die Jugendfeuerwehr und Janek von Hertell (376).

42 Plätze bei Lehrgängen belegten die Einsatzkräfte, die weiteren Ausbildungsdienste reichten von Wasserrettung und Schiffsbrandbekämpfung über Alarm- und Leiterübung bis zu Übungsdiensten mit dem neuen tragbaren Wasserwerfer, den der Förderverein der Feuerwehr übergeben hat. Und auch das Feuerwehrhaus haben die Einsatzkräfte mit viel Eigenleistung umgestaltet – unter anderem ist eine eigene Umkleide für die Frauen in der Wehr entstanden.

Nöchel dankte besonders dem Förderverein für seine Unterstützung mit modernem und benötigtem Einsatzgerät. „Unseren größten Einsatz im vergangenen Jahr haben wir nur Dank der Ausstattung, die uns der Förderverein übergeben hat, relativ glimpflich in den Griff bekommen“, sagte Nöchel mit Blick auf den Großbrand bei der Firma Triebsch im Gewerbegebiet: Dort habe sich der Wasserwerfer bestens bewährt.

Ein Großeinsatz

Zur Bekämpfung des Hallenbrands bei einem Fahrzeug- und Metallverwerter Ende Oktober sei viel Personal und Material aufgeboten worden: Neben der Feuerwehr Hooksiel waren auch alle anderen sechs Wangerländer Wehren im Einsatz, zusätzlich die Drehleitern aus Jever und Wilhelmshaven.

Insgesamt siebenmal rückten die Hooksieler 2015 zu Bränden aus, hinzu kamen 23 Technische Hilfeleistungen – Einsätze bei Unfällen und Tragehilfen für den Rettungsdienst –, ein Fehlalarm und zwei Einsätze, weil Brandmeldeanlagen ausgelöst hatten, berichtete Nöchel. „Wir hatten das ,Glück‘, dass wir 2015 statistisch betrachtet sonntags die höchste Einsatzdichte hatten – an diesem Tag haben wir die höchste Einsatzverfügbarkeit“, sagte er.

„Wir müssen an der Personalstärke arbeiten: Wir brauchen Leute, die vor Ort arbeiten“, mahnte Bürgermeister Björn Mühlena deshalb an. Er lobte den Einsatz aller sieben Wangerländer Feuerwehren beim Brand der Triebsch-Halle: „Da war wirklich die Freiwillige Feuerwehr Wangerland im Einsatz. Die ,mein Feuer – dein Feuer‘-Mentalität von einst ist zum Glück Vergangenheit“, betonte Mühlena.

Der Bürgermeister dankte insbesondere Fred Jacobi, der sich intensiv in die Erstellung des Feuerwehrbedarfsplans der Gemeinde eingebracht hat. „Alles was wir anschaffen müssen, kriegen wir mit dieser Planung hin“, sagte er. Dazu gehört ein Ersatzfahrzeug für das Löschgruppenfahrzeug (LF 16 TS) von 1985: „Ich befürchte, das weiter zu nutzen, wird ein Ersatzteilproblem“, sagte Mühlena. Geplant ist, zum Jahreswechsel 2016/17 ein neues Fahrzeug anzuschaffen. Auch den Standort der Feuerwehr direkt am Alten Hafen sprach er an: „Die Entwicklung Hooksiels geht nicht ohne die Entwicklung des Brandschutzes“, sagte er: Sobald es erforderlich werde, müsse über einen neuen Standort des Feuerwehrhauses gesprochen werden.

Wangerlands stellvertretender Gemeindebrandmeister Florian Harms, betonte, dass die Zusammenarbeit aller sieben Wehren weiter verstärkt werden müsse. „Wir wollen unseren Status nicht nur halten, sondern noch verbessern“, sagte er.

Notfallseelsorge nutzen

Mit den Einsatz- und Dienststunden, die die Einsatzkräfte 2015 ehrenamtlich geleistet haben, habe die Wehr Hooksiel der Gemeinde Kosten von rund 227 000 Euro gespart. „Damit ist das neue Löschgruppenfahrzeug finanziert“, sagte Harms.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Olaf Fianke rief die Einsatzkräfte dazu auf, die Gesprächsangebote der Notfallseelsorge in Anspruch zu nehmen, „damit ihr nicht nur körperlich, sondern auch seelisch heil nach Hause kommt“. Nöchel hatte zuvor berichtet, dass mehrere der Einsätze des vergangenen Jahres sehr tragisch und belastend gewesen seien.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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