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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Erwartet werden in Etzel nur ein paar Pfützen

19.09.2018

Etzel Die Bodenabsenkungen auf dem Kavernengelände in Etzel haben am tiefsten Punkt die 50-Zentimeter-Marke geknackt – das lassen Berechnungen vermuten. Im vergangenen Jahr wurde eine Bodenabsenkung am tiefsten Punkt um 48 Zentimeter gemessen, und jährlich senkt sich der Boden durchschnittlich um 4 Zentimeter. Gerade laufen die Messungen im Kavernengelände. Das sagte Hans-Joachim Schweinsberg, Geologe der Kavernenbetreiber-Gesellschaft Storag Etzel, bei der Kavernenbeiratssitzung am späten Montagnachmittag.

Weil sich der Boden in den nächsten Jahrzehnten nach und nach weiter absenken wird, bis zu einem erwarteten Tiefpunkt von 2,55 Zentimeter im Zentrum der Mulde, müssen die Kavernenbetreiber überlegen, wie sie das Gelände trocken halten. Zwei Gutachter stellten bei der Sitzung noch einmal das geplante Entwässerungssystem vor: Der Kalbsschloot, ein rund sieben Meter breiter Graben, soll auf 20 bis 30 Meter Breite ausgebaut werden. Mit Durchstichen zu anderen Gräben wie der Schiffsbalje soll erreicht werden, dass das gesamte anfallende Wasser über den verbreiterten Kalbsschloot ins Friedeburger Tief eingeleitet wird.

Natürlich sei es ein „erheblicher Eingriff in Natur und Landschaft“, wenn ein Graben von sieben auf knapp 30 Meter ausgebaut wird. Das sagte Norbert Graefe vom Büro H&M aus Hesel. „Aber das ist dann Gegenstand des Genehmigungsverfahrens.“ Wenn der Graben aber erst verbreitert ist, gebe es durch die Senkungsmulde kaum Veränderungen im Bereich des Kavernengeländes, abgesehen von ein paar Pfützen. „Saisonale Vernässungen werden geringfügig zunehmen“, sagte Holger Korius vom DMT-Büro aus Essen. Das aber solle es gewesen sein. Insgesamt seien nur wenige Schäden an Gebäuden zu erwarten, keine Schäden an Straßen und Wegen, die Schäden an Ver- und Entsorgungsleitungen „werden gering sein und können bei rechtzeitiger Durchführung von Gegenmaßnahmen gemindert oder sogar vermieden werden“.

Auch auf den „Flurabstand“ genannten Abstand zwischen Grundwasser und Bodenniveau werde die Bodensenkung nur „geringe Auswirkungen“ haben. Es gebe verschiedene Maßnahmen der Wasserhaltung, mit denen verhindert werden könne, dass sich Boden und Grundwasser zu weit voneinander entfernen.

Eine Auswirkung der Senkung sei der Flächenverlust für landwirtschaftliche Nutzung. Die Fläche für die „ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung“ würde sich bis zum Jahr 2120 um rund 100 Hektar verringern.

Alles in allem schätzten die Gutachter die Auswirkungen der Bodenabsenkung als „durchaus beherrschbar“ ein. Die Bürgerinitiative „Horsten-Etzel-Marx“ äußerte Zweifel an dieser Beherrschbarkeit der Auswirkungen.

Bei der Sitzung wurde außerdem die bisherige Beiratsvorsitzende Brigitte Dirks verabschiedet. Storag-Geschäftsführer Thomas Kleefuß übergab ihr einen Blumenstrauß und sprach ihr im Namen aller Beteiligten seinen Dank für ihre fast vierjährige Tätigkeit aus.

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