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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Storag Etzel: Sole im Grundwasser festgestellt

31.01.2020

Etzel Die Bürgerinitiative Lebensqualität Horsten-Etzel-Marx schlägt Alarm: Zufällig habe man von einer Grundwassersanierung auf dem Areal der Storag Etzel erfahren. Bei der Maßnahme handele es sich nicht um die noch laufende Sanierung in unmittelbarer Nähe des Verteilers 10. Dort waren im Sommer 2018 500 000 Liter Sole ausgelaufen.

Für die Sanierung des Grundwasserschadens sollen nach Darstellung der Bürgerinitiative laut Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in den nächsten beiden Jahren 380 000 Kubikmeter Grundwasser abgepumpt und in die Nordsee geleitet werden. Zusätzlich müssten für die Erneuerung des Feldleitsystems weitere 500 000 Kubikmeter Grundwasser entnommen werden.

Wie die BI selbst schreibt, habe eine Anfrage beim Landkreis Wittmund als zuständige untere Umweltschutzbehörde ergeben, dass das Trinkwasserschutzgebiet nicht von der Verunreinigung betroffen sei. Auch die Storag-Etzel teilte am Donnerstag mit, dass für Umwelt und Trinkwasser keine Gefahr ausgehe.

Die BI betont indes, dass aufgrund der porösen Sandböden, die in eine Tiefe von bis zu 25 Metern reichten, das belastete Wasser so tief einsinkt, dass es von den Sauglanzen nicht mehr erreicht werden kann. Eine Ausbreitung des belasteten Solewassers in Richtung des Trinkwasserschutzgebietes sei daher „nicht völlig ausgeschlossen“.

Und auch wenn die aktuelle Verunreinigung nur am Rande des Trinkwasserschutzgebietes stattgefunden habe, sei zu berücksichtigen, dass sich auch im Wasserschutzgebiet Kavernen befinden. Die BI zeigte sich verärgert darüber, dass weder Storag Etzel noch die Behörden es für nötig hielten, die Öffentlichkeit zu informieren.

Laut Storag Etzel seien die Veränderungen im Salzgehalt des Grundwassers beim Umweltmonitoring aufgefallen, weshalb im Februar mit der Grundwassersanierung auf dem Hauptbetriebsplatz begonnen werde. „Der lokal begrenzten, moderaten Verunreinigung liegen keine bekannten Leckagen oder Betriebsvorfälle zugrunde“, schreibt Storag Etzel.

Wie kommt die Sole dann ins Grundwasser? Hans-Joachim Schweinsberg von der Öffentlichkeitsarbeit der Storag-Etzel erklärt, dass sich die Sole wahrscheinlich über Jahre angesammelt hat. „Es kommt vor, dass Dampf und Nebel der warmen Sole vom Wind auf die Flächen getrieben werden und sich dort niederschlagen“, sagt er. Genauso könnten es Kleinstmengen sein, die immer wieder über die Jahre ausgetreten sind. „Das kann man nicht einem einzelnen Schaden zuordnen“, so Hans-Joachim Schweinsberg.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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