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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Fair zum Bauern und zur Kuh

11.07.2015

Jever Annemarie Janßen probiert einen kleinen Schluck von „Die faire Milch“ und wartet einen Augenblick. Sie nimmt noch einen Schluck, dann ist sie sich sicher: „Ja, die nehm ich – und bitte sofort zwei Stück.“ Doch nicht allein der Geschmack dieser Milch hat Annemarie Janßen überzeugt – „Meine Enkeltochter und ich achten darauf, wo die Milch herkommt. Wir wollen die Bauern unterstützen.“

„Die faire Milch“ ist ein Produkt des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM). Mit dem Angebot wird das Ziel verfolgt, Milchbauern in ganz Deutschland zu unterstützen und durch eine faire Entlohnung ihre Existenz zu sichern (die NWZ  berichtete).

„Die Faire Milch“ gibt es jetzt auch in Jevers Innenstadt

Die Produktions- und Qualitätskriterien: Herstellung ohne Gentechnik Kein Futter aus Übersee Grünfutteranteil von mindestens 50 Prozent und Maisanteil von maximal 30 Prozent. Kraftfutterbeschränkung von maximal 200 Gramm pro Kilogramm Milch Engagement für Naturschutzprojekte

Angeboten wird die Milch in Edeka-Scheidemann Filialen, zum Beispiel an der St. Annen-Straße in Jever, zwischen 1,20 und 1,35 Euro.

Neben der Vollmilch gibt es auch Schokomilch mit Kakao aus fairem Handel.

Mehr Infos unter www.diefairemilch.de

Milchpreis in der Krise

Gemeinsam mit Manfred Kramp hat Henning Haschenburger, Kreisamtleiter des BDM aus dem Wangerland am Freitag in der Edeka-Filiale an der St.-Annen-Straße in Jever die Milch angeboten.

Schon vor der ersten Milchkrise 2009 mit einem Tiefstpreis von 19 Cent pro Kilo, haben sich die Mitglieder des BDM Gedanken gemacht, wie eine faire Entlohnung erreicht werden kann, erzählt Haschenburger. „Der Verband setzt sich für die Drosselung der Produktion ein, damit der Preis wieder steigt und die Erzeuger ihr Auskommen haben“, erklärt er.

Für die faire Milch haben Bauern aus ganz Deutschland ihre eigene Firma gleichen Namens gegründet. „Fair“ ist die Milch in doppelter Hinsicht, so Haschenburger: Zum einen sei sie fair zum Bauern, der mit 45 Cent pro Kilo Milch einen steten Grundpreis erhält. Zum anderen sei das Projekt fair zur Kuh: Die Milcherzeuger verpflichten sich zu artgerechter Fütterung und Haltung ihrer Tiere.

Nachdem das Produkt im vergangenen Jahr auf dem Brüllmarkt in Jever präsentiert wurde, ist Haschenburger nun zu der Edeka-Scheidemann-Filiale gegangen und hat dort das Produkt direkt angeboten.

Keine große Umstellung

„Das kann man nicht anderen überlassen – wir als Beteiligte kennen uns da aus und wir müssen das einfach selbst in die Hand nehmen“, meint er. „Doch die Aufgabe ist nicht einfach und da gehört eine ordentliche Portion Mut dazu.“

Haschenburger bewirtschaftet einen Betrieb mit 100 Kühen. Er achtet besonders auf die Nahrung der Tiere und die freie Bewegung an frischer Luft. Und er ist der Meinung: „Das können andere Betriebe hier in der Gegend auch, die Umstellung ist nicht groß.“

Momentan stehe der Milchpreis bei etwa 27 bis 29 Cent. Benötigt wird nach Haschenburger aber 38 bis 42 Cent. „Da müssen wir wieder hin, sonst stehen die Betriebe auf dem Spiel“, betont er.

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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