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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Energie: Fast alle Rohre für Fernwärme verlegt

12.03.2011

VAREL Das Hallenbad Varel wird keine neuen Heizkessel brauchen. Stattdessen soll die Heizungsanlage von der Biogasanlage beliefert werden, die in Hohenberge entstanden ist. Das Schulzentrum Arngaster Straße, Sporthallen und Hallenbad sollen ihre Heizwärme künftig über diese Anlage bekommen. Die Rohrverbindungen sind schon gelegt. Das Hallenbad erhält noch einen Wärmetauscher. Mitte April soll dann die Biogasanlage das Bad beheizen, kündigte Schwimmmeister Ralf Kröner an. „Der Kessel von 1972 hätte ausgetauscht werden müssen“, sieht er einen gravierenden Vorteil. Und die Wärmelieferung ist künftig günstiger als über die bestehenden Heizkessel.

2,5 Millionen Euro investiert die Familie Cordes aus Hohenberge in die Biogasanlage. Das darin produzierte Metangas wird durch eine 1,6 Kilometer lange Leitung zu einem Blockheizkraftwerk (BHKW) nahe des Schulzentrums gepumpt. „Von dieser Leitung fehlt nur noch das Stück unter dem Bahndamm. Es wird nächste Woche gebohrt“, berichtet Gaby Cordes. Mit der Abwärme des 370-KW- BHKW wird das Heizungswasser für die Schule, das Schwimmbad, die Gymnastikhalle und die Sporthalle erhitzt, der Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist.

Das Geschäft lohnt sich auch für den Landkreis Friesland und die Stadt Varel. Die Stadt spart 10 000 Euro von derzeit 50 000 Euro Gaskosten pro Jahr ein und braucht den alten Heizkessel (80 000 Euro) nicht zu ersetzen, weil sie eine Vollversorgung mit Cordes vereinbart hat. Der Kreis spart deutlich, wahrscheinlich bis zu 50 Prozent seiner Heizkosten von 50 000 Euro im Jahr.

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Als nächster Schritt beim Hallenbad folgt im Sommer die Sanierung des Hallendaches. Sie ist während der üblichen achtwöchigen Sommerpause geplant. Die künftige Dachkonstruktion wird eine kleine Neigung haben, damit das Regenwasser ablaufen kann. Zunächst muss die Deckenverkleidung abgenommen werden, dann die Isolierschicht. Das neue Dach wird als Warmdach entstehen, was Vorteile gegenüber der jetzigen „Kaltdachkonstruktion“ hat. Es entstehe kein Kondenswasser, so Kröner. Die Dachsanierung ist notwendig geworden, weil sich in der Isolierschicht Schimmel gebildet hatte – Folge der Dachkonstruktion.

Im Vareler Freibad wird gegenwärtig auch saniert. Dort sind die Fliesen des Planschbeckens herausgeschlagen worden, um die Anlage komplett zu verfliesen. In den vergangenen Jahren war das Planschbecken immer wieder ausgebessert worden. Jetzt steht die Grundsanierung des Beckens an.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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