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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Förderung: Feuchtigkeit setzt Mühle zu

30.05.2012

NEUSTADTGöDENS Die Flügel der Oberahmer Peldemühle in Neustadtgödens drehten sich am Dienstag gemächlich im Wind. Doch nicht nur die Flügel „arbeiten“: Der historische zweigeschossige Galerieholländer ist von Baugerüsten umgeben. Zurzeit müssen die Zementfugen abgeschlagen werden. „Das ist notwendig, weil die Steine, aus denen die Mühle gebaut ist, sehr viel Feuchtigkeit speichern, die so nicht entweichen kann“, erklärt der freiwillige Müller Dietmar Weiss. Das verursache Schäden am Mauerwerk.

Um diese und andere Arbeiten an der Mühle zu finanzieren, überreichte Dörte Lossin von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz Sandes Bürgermeister Josef Wesselmann, Vorsitzender des Fördervereins zum Erhalt der Oberahmer Peldemühle, einen Scheck in Höhe von 20 000 Euro.

„Besondere Mühle“

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„Die Mühle ist eine besondere Mühle und der Einsatz des Vereins wurde positiv bewertet. Dieses Engagement fördern wir gerne“, sagte Dörte Lossin bei der Scheckübergabe. Der Zweite Vorsitzende des Fördervereins, Erich Janßen, sowie Dietmar Weiss und Wolfgang Kasper begleiteten die Übergabe der Fördergelder.

Die Mühle ist immer noch sanierungsbedürftig. In den vergangenen Jahren wurden zwar das Flügelkreuz und die Segelbespannung fachgerecht erneuert, allerdings macht die Feuchtigkeit dem Denkmal zu schaffen.

Seit 2003 sind insgesamt 230 000 Euro aus den Töpfen des Fördervereins in die Instandhaltung der historischen Mühle geflossen. Die 20 000 Euro der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sollen in die Sanierung des Mauerwerks, der Fenster und der Galerie investiert werden.

Die Zementfugen, die 1985 bei einer früheren, nicht fachgerechten Sanierung eingebracht wurden, werden jetzt gegen Muschelkalk ersetzt. Der Muschelkalk zieht die Feuchtigkeit aus den Steinen und kann sich ausdehnen.

Im Innern der Mühle müssen einige Stürze erneuert werden und auch dort werden die Fugen ausgetauscht.

Entwässerung nötig

Die Fenster bekommen einen neuen Anstrich und werden neu gekittet. An der Galerie müssen Bolzen erneuert werden.

Ein großes Problem ist die Feuchtigkeit um die Mühle herum. Die Pflasterung führt dazu, dass Oberflächenwasser nicht von der Mühle weg, sondern zu ihr hin fließt. „Für eine fachgerechte Entwässerung fehlen uns rund 10 000 Euro“, so Weiss. Sponsoren für diese Arbeiten werden gesucht.

Der Galerieholländer in Neustadtgödens wurde 1764 als Grenzmühle errichtet. Müllermeister Joachim Wienrank konnte auf Grund der Lage im bremischen und im münsterländischen Gebiet Handel treiben. Zwei Jahrhunderte lang mahlte die Mühle Graupen und Feinmehl. Ihren Namen hat sie allerdings von einem Peldegang neben den zwei Mahlgängen, der dem Schälen oder „Pellen“ von Gerstenkörnern diente.

In den 1990er Jahren musste die Mühle auf Grund von bautechnischen Mängeln stillgelegt werden. Seitdem wird sie saniert mit dem Ziel, den Betrieb wieder vollständig aufnehmen zu können.

Der Förderverein zum Erhalt der Oberahmer Peldemühle betreibt den Galerieholländer. Der Verein zählt inzwischen 140 Mitglieder, darunter auch drei Müller und zwei Müller in Ausbildung.

Die Mühle kann sonntags in der Zeit von 11 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung besichtigt werden.

NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/nwztv

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