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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Flüchtlinge eröffnen Fahrradwerkstatt

19.02.2015

Schortens Ein weiteres Integrationsprojekt ist im Schorternser Jugend- und Familienzentrum „Pferdestall“ angelaufen: Da viele Flüchtlinge in Ortsteilen außerhalb des Zentrums untergekommen sind, besteht Bedarf an Fahrrädern, um zum Einkaufen, zur Tafel, zu Ärzten oder zum „Pferdestall“ zu gelangen. Dort werden regelmäßige kostenlose Deutschkurse und Treffen mit Deutschen angeboten.

So entstand die Idee, Fahrräder, die im Schrott landen würden, auszuschlachten und mit noch brauchbaren Teilen die jeweils besten Räder aufzubereiten und sie vor allem verkehrssicher zu machen. Aus der gemeinsamen Initiative des Fördervereins Familienzentrum und der Integrationslotsen ist nun die Reparatur-Hilfe durch zwei Albaner entstanden.

Die beiden Männer sehnen sich nach Arbeit und sind Feuer und Flamme für die kleine Aufgabe. Sie zeigten inzwischen schon einigen jugendlichen Besuchern, wie man kleine Reparaturen am Rad vornimmt. Dass diese besondere Werkstatt nur einmal pro Woche für zwei Stunden geöffnet ist, bedauern die beiden. Wenn es der Zeitrahmen im „Pferdestall“ hergäbe, würden sie am liebsten jeden Tag arbeiten.

Die Initiatoren würden sich freuen, wenn Schortenser in ihren Garagen, Kellern und Schuppen nachschauen, ob sie ein Fahrrad entbehren können. Vielleicht, weil sie sich inzwischen ein E-Bike zugelegt, oder das Radfahren aufgegeben haben. Sie können sich im „Pferdestall“ melden unter Tel. 04461/90 99 43. Es gibt auch einen „Abhol-Service“ für Räder.

Dass nicht nur Liebe, sondern auch Sprache und Kultur durch den Magen gehen, zeigten Birte Scherrer, die den Gesprächskreis für Flüchtlinge anbietet, und Nina Wankerl, Köchin im Förderverein, bei einer Aktion „Kochen international“ im „Pferdestall“: 14 Personen waren zusammengekommen, um Deutsch zu lernen, zu kochen, zu backen und zu essen – Eritreer, Syrer, ein Afghane, eine Mazedonierin, Albaner und Deutsche.

Zutaten zu Moussaka, einem Auberginenauflauf, einem Russischen Salat und einem albanischen Kuchen sowie die notwendigen Küchengeräte wurden erklärt, dann wurde gekocht und schließlich gemeinsam gegessen.

Als der „richtige Unterricht“ vermisst wurde, staunten die Akteure. Dass Lernen auch durch Tun geschieht, wird Birte Scherrer im nächsten Gesprächskreis vermitteln müssen. „Am besten durch Abfragen der neuen Wörter“, meint sie augenzwinkernd.

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