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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Jägerschaft: „Ungeklärte Rechtsfragen bei Problemwölfen“

06.04.2020

Förrien Viele Zahlen zum Streckenbericht hatte Minsens Hegeringleiter Enno Schmidt im Gepäck, als er seinen Bericht auf der Jahreshauptversammlung des Hegerings Minsen in Förrien vorlegte – die noch unmittelbar vor den Kontaktsperren in Corona-Zeiten stattfand. Der Hegeringleier appellierte an die Versammlung, einen Tag vor der Mahd im Frühjahr das Gelände nach Gelegen abzusuchen und die vorgefundenen Eier in eine Brutmaschine zu bringen.

Beeindruckend waren seiner Ansicht nach die Fallwildzahlen beim Rehwild. Gab es bei den Böcken bei 29 erlegten Tieren nur acht auf den Straßen verendete Tiere, waren es bei den weiblichen Tieren 24 im Straßenverkehr getötete bei 14 erlegten Tieren. Daneben verendeten 77 Hasen, 206 Kaninchen und fünf Füchse im Straßenverkehr im Verbandsgebiet.

Nach Aussage von Enno Schmidt sind die Populationen bei Hasen und Fasanen leicht angestiegen und auch die Rehwildbestände würden weiter wachsen.

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Der Hegeringleiter informierte über die kommende bundeseinheitliche Jäger- und Falkner-Prüfung, die afrikanische Schweinepest, die inzwischen an der deutsch-polnischen Grenze angekommen sei und die ungeklärten Rechtsfragen beim Abschuss von Problemwölfen.

Diese Problematik griff Kreisjägermeister Henning Freiherr von Schele auf: Der Wolf falle unter das Bundesnaturschutzgesetz. „Nur wenn die rechtliche Lage sicher ist, werden sich Jäger am Abschuss von verhaltensauffälligen Wölfen beteiligen“, sagte von Schele. Er habe bei einer Jagd auf einen auffälligen Wolf erlebt, dass diese nur unter Polizeischutz stattfinden konnte, weil Wolfs­beschützer dies verhindern wollten.

Bei einem Wildunfall mit einem Wolf ergäben sich besondere Maßnahmen: So müsse ein Amtstierarzt hinzugezogen werden, der dann Entscheidungen hinsichtlich der jagdlichen Ausübung zu treffen habe. Seiner Meinung nach könne eine Wolfsverordnung ähnlich wie die Kormoranverordnung klarere Verhältnisse als bisher schaffen.

Die Situation der Jägerschaft insgesamt beschrieb von Schele „als ein Auf und Ab in den letzten fünf Jahren“.

Wichtig sei vor allem für alle die Weiterbildung, weil sich die Gesetzeslage ständig verändere. Beispiele seien die Jagd auf die aufkommende Nutriapopulation auch in Friesland, die Anschaffung von Schalldämpfern, die angemeldet werden müssten und die in jedem Fall zu einer Verfassungsschutzanfrage über die politische Einstellung des Eigentümers führen würde. Gleiches gelte auch für die Verlängerung des Jagdscheines.

Als problematisch sah der Kreisjägermeister Vorgaben bei der Verwendung von bleihaltiger Munition an. Diese dürfte nicht in einem Feuchtgebiet benutzt und hier auch nicht mit sich geführt werden.

Dass der Nachwuchs nicht vergessen werde, belegten die 30 zukünftigen Jungjäger, die bald ihre Jägerprüfung ablegen würden, stellte von Schele erfreut fest.

Eine gemeinsame Jahreshauptversammlung der Kreisjägerschaft Friesland/Wilhelmshaven war ursprünglich am 22. April im „Schützenhof“ in Jever geplant. Ein neuer Termin steht zurzeit wegen der Beschränkungen in der Corona-Krise noch nicht fest.

Weil Verdienste um die Jägerschaft hervorgehoben werden sollen, lud Hegeringleiter Schmidt schließlich einige Mitglieder zu besonderen Ehrungen ein: Ehrenhegeringleiter Elimar Köster wurde nun auch zum Ehrenmitglied ernannt. Zudem wurden Robert Harms für 60 Jahre und Hans-Hugo Wortmann für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Weitere 40-Jahre-Mitglieder sind Hans-Gerd Eilers, Reinhard Onnen-Lübben und Heiko Müller. Für 25 Jahre Zugehörigkeit zum Hegering wurden Fokko Garlichs und Dr. Friedrich Emanuel Fokken ausgezeichnet.

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