• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Höheren Meeresspiegel mitbedacht

30.10.2019

Förrien Die Deiche des III. Oldenburgischen Deichbandes sind für die Herbst- und Winterstürme gut gerüstet. Die Mitglieder der Deichkommission haben am Dienstag nach ihrer Herbstdeichschau unter Leitung von Deichband-Vorsteher Eilt Onno Garlichs die rund 60 Kilometer lange Hauptdeichlinie für „schaufrei“ erklärt.

„Wir müssen den III. Oldenburgischen Deichband besonders loben“, stellte Niksa Marusic, Fachbereichsleiter Umweltschutz der Unteren Deichbehörde Wilhelmshaven, während der Abschlussbesprechung im „Deichgrafen“ in Förrien fest. Die Deiche hätten eine maximale Sicherheit für die Bevölkerung erlangt. Nach menschlichem Ermessen müssten sie für die nächsten 30 Jahre sicher sein, sagte er.

Deckwerk erneuert

Auch Jochen Meier, Fachbereichsleiter Umweltschutz beim Landkreis Friesland, erklärte die Deiche für schaufrei. Nach allgemeinen Berechnungen sei ein Anstieg des Meeresspiegels in den kommenden hundert Jahren um 20 bis 30 Zentimeter zu erwarten. Der Deichband habe bei den in den vergangenen Jahren vorgenommenen Deicherhöhungen einen Zuschlag draufgepackt, um für einen weiteren Anstieg des Meeresspiegels um bis zu 50 Zentimeter gewappnet zu sein.

Der III. Oldenburgische Deichband unterhält 60 Kilometer erste Deichlinie und 40 Kilometer zweite Deichlinie, sein Verbandsgebiet erstreckt sich von Wilhelmshaven bis Harlesiel.

In diesem Jahr wurde das Voslapper Deckwerk auf 400 Metern Länge erneuert; in den kommenden Jahren werden die Arbeiten am Deckwerk fortgesetzt – dann ist es auf kompletter Länge zwischen Hooksiel und Jade-Weser-Port für die Zukunft gerüstet.

Im Frühjahr hatte der Deichband mit einer dreijährigen Deichbaumaßnahme am Heppenser Seedeich begonnen. Der Deich zwischen dem Maadesiel und der NWO-Brücke wurde erhöht und verstärkt. 2020 werden die Arbeiten südlich der NWO-Brücke fortgesetzt. Der gesamte Deichabschnitt bleibt weiterhin für die Öffentlichkeit gesperrt; dafür bittet der III. Oldenburgische Deichband um Verständnis.

Die zweite Deichlinie zwischen Crildumersiel und dem Anschluss an den Pakenser Seedeich hat außerdem in diesem Jahr auf einer Länge von 700 Metern ein neues Profil und damit eine flachere Deichneigung erhalten. Auf diese Weise ist die Deichpflege besser möglich und auch für die Schafbeweidung ist der Deich geeignet.

Für Sturmflut gerüstet

Inzwischen ist die gesamte 2. Deichlinie zwischen Horumersiel und Hooksiel neu profiliert und damit in einen besseren Zustand versetzt worden.

Eine weitere Herausforderung für den Deichband ist der Lahnungsbau: Zwischen Harlesiel und Schillig hat der Verband verstärkt Instandsetzungsmaßnahmen an den Lahnungen vorgenommen. Gerade in den Bereichen des Deichvorlands, in denen sich Abbrüche zeigen, will der Deichband aktiv werden und frühere Lahnungsfelder instand setzen – dadurch soll sich das Vorland neu bilden und den Deichfuß schützen.

Alle diese Maßnahmen sorgen dafür, dass die Deiche für die kommende Sturmflutperiode gut gerüstet sind, stellte Deichvorstand Garlichs fest.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.