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Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken
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Aktualisiert vor 6 Minuten.

Amira Mohamed Ali
Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken

NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Kasernengebäude müssen weichen

17.09.2019

Friedrichsfeld Auf dem ehemaligen Standortübungsplatz Friedrichsfeld geht es jetzt den alten Kasernengebäuden an den Kragen: Abrissbagger zerlegen die Bauten Stück für Stück, trennen die Teerpappe auf den Dächern und Asbest vom Rest des Gebäudes, um hinterher „sauberen“ Bauschutt zu bekommen, der beispielsweise im Straßenbau wiederverwendet werden kann. In einem ersten Abrissabschnitt müssen elf Gebäude weichen. 38 sind es insgesamt auf dem Gelände – vom Bunker bis zur Gartenlaube. Für den ersten Abschnitt sind 400 000 Euro veranschlagt.

Die Arbeiten sind Bestandteil der Umgestaltung des gesamten Geländes zur Ausgleichsfläche für den Bau der Küstenautobahn A20. Die Flächen werden zudem großflächig entsiegelt, Straßen und Wege zurückgebaut. Das betrifft insgesamt fünf Hektar Fläche. Das Areal soll hinterher aufgeforstet werden, die Entsiegelung Ende 2020 abgeschlossen sein.

Der Abriss der Fundamente gestaltet sich allerdings schwierig, denn: Auch die Kasernengebäude wurden bombardiert und unter den Gebäuden können sich noch Blindgänger befinden. Wenn Bomben beim Aufschlag nicht detonieren, prallen sie mitunter von härteren, tieferliegenden Erdschichten ab und kommen wieder nach oben. Schlägt so eine Bombe direkt an einem Gebäude ein, kann sie auch unter das Fundament gelangen. Den Beton einfach aufzustemmen, kommt daher nicht in Frage.

Im südlichen Bereich des ehemaligen Standortübungsplatzes geht die Suche nach Munition unterdessen weiter. Nachdem rund 50 Hektar Wald abgeholzt wurden, um Wiesenflächen für Bodenbrüter wie den Kiebitz zu schaffen, sind mittlerweile 75 Prozent der ehemaligen Wald- und Gehölzflächen geräumt, bei den Grünflächen sollen es etwa 80 Prozent sein, teilt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLSTBV) mit. Die Liste der Funde wird länger und länger: Bisher wurden rund 3,5 Tonnen Munition und Munitionsteile aus der Erde geholt.

In manchen Bereichen bleibt es aber gefährlich. An diesen Stellen kann auch nichts angepflanzt werden. „Da muss sich die Natur selbst entwickeln, sonst müssten wir hektarweise den Boden auskoffern“, sagt Claudia Beltle, die die Umgestaltungsmaßnahme leitet. Aber die Flächen dürften sich gut entwickeln, denn der dort stellenweise schon vor vielen Jahren aufgetragene Bauschutt aus Kalksandstein wirke wie Dünger.

Auf der großen Freifläche im südlichen Bereich des Areals wurde bereits mittels der sogenannten „Mähgutübertragung“ ausgesät. Dem Landwirt, der dort noch einige Grünlandflächen bewirtschaftet hat, habe man vergangenes Jahr einige Rundballen seines Mähguts abgekauft. Das Heu wird jetzt einfach auf den Flächen verteilt. So soll neues, hochwertiges Grünland entstehen. Die Pflanzarbeiten werden aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, weil sie erst in Angriff genommen werden können, wenn die entsprechenden Flächen frei von Munition sind.

Immerhin scheinen die Umgestaltungsarbeiten aber ihr Ziel zu erreichen: Bereits jetzt gebe es viele verschiedene Pflanzenarten auf dem Areal, Rehe und Raubvögel sind auf dem ehemaligen Standortübungsplatz viel unterwegs. Und: Es sollen zwei Kiebitzpaare in Friedrichsfeld gesichtet worden sein.


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Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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