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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Jeder Friesländer produziert 728 Kilo Müll

20.04.2019

Friesland Umweltbewusstsein, Müllvermeidung und Wiederverwertung sind ein Dauerthema. Doch wie sieht es in der Praxis aus? Produzieren wir wirklich weniger Müll? Wie viel von unseren Abfällen landet in der Biotonne oder dem Gelben Sack? Das Landesamt für Statistik fertigt alljährlich hierzu eine Analyse an. Nun wurden die Zahlen für 2017 vorgelegt.

So setzen sich Frieslands Müllmengen zusammen

Frieslands Müllmengen setzen sich nach Angaben der Kreisverwaltung wie folgt zusammen (Kilogramm pro Einwohner und Jahr):
212 Kilogramm Restabfall (169,6 kg Haushalte + 42,4 Gewerbe)
39 kg Sperrmüll
412 kg Abfall zur Verwertung (bestehend aus 274 kg Bioabfall + 82 kg Altpapier)
56 kg sonstige Verwertung)
65 kg Duale Systeme (25 kg Glas + 34 kg Gelbe Säcke + 6 kg Kartonagen)
Das ergibt 728 Kilogramm pro Einwohner und Jahr.

In der Gesamtmenge (728 kg/Einwohner) ist ein hoher Anteil Bioabfall (274 kg) enthalten, der die Gesamtmenge beeinflusst und als verwertbarer Abfall zu Kompost verarbeitet wird. In der Statistik werden Restabfall und hausmüllähnlicher Gewerbeabfall über die Restabfalltonnen erfasst. Betrachtet man diese Summen einzeln, so reduziert sich die Menge Restabfall pro Kopf von 212 kg auf 170 kg.

Sperrmüll wird als „Abfall zur Beseitigung“ angegeben. Im Landkreis Friesland wird dieser jedoch verwertet.

Und die sagen erstmal nichts Gutes aus. Vor allem nicht für Friesland. Denn die Einwohner dieses Landkreises produzieren laut Landesamt die drittgrößte Pro-Kopf-Menge in ganz Niedersachsen. Mit insgesamt 728 Kilo pro Kopf und Jahr liegen die Friesländer deutlich über dem Landesschnitt (544 Kilo).

Die Zahlen beschränken sich ausschließlich auf die Müllproduktion in Friesland. „Die Anlieferung aus anderen Kreisen und Städten hat keinen Einfluss auf die Statistik, da die Daten getrennt erfasst werden“, teilte Kreissprecherin Nicola Karmires mit.

Spitzenreiter sind übrigens Nienburg (796) vor Diepholz (775). Den wenigsten Müll (436 Kilo) machen die Menschen in Verden. Zum Vergleich die Nachbarkreise: Ammerland (562 Kilo), Wittmund (585 Kilo), Wesermarsch (473 Kilo) und Wilhelmshaven (561 Kilo). Unser Müllaufkommen ist gegenüber 2016 gestiegen – um immerhin 26 Kilo.

Aber zurück nach Friesland. Immerhin ist ein Großteil unseres Mülls wiederverwertbar. Auch bei der Mülltrennung verhalten sich die Friesen vorbildlich. 65 Kilo landen im Gelben Sack. Und dort machen Leichtverpackungen – also die Folien für Käse, Wurst, Gemüse oder Fertiggerichte – den größten Teil aus. 34 Kilo produziert hier jährlich jeder Friesländer.

Schaut man sich an, dass all die Plastikfolien kaum etwas wiegen, dann wird deutlich, welche Berge bereits wenige Kilo Leichtverpackungen ausmachen. Bei Glas, was ja deutlich schwerer ist, kommen wir nur auf 25 Kilo.

Allerdings liegt der Landkreis Friesland beim Biomüll mit 274 Kilo pro Einwohner und Jahr sehr weit über dem Landesschnitt (166 Kilo). Ebenfalls hoch ist das Sperrmüllaufkommen von 39 Kilogramm (Landesschnitt 34 Kilo). In Friesland ist die Abfuhr kostenlos. In Oldenburg, wo Gebühren anfallen, wird hingegen pro Kopf 50 Prozent mehr Sperrmüll entsorgt.

Einen Spitzenplatz nimmt Friesland auch bei der Produktion von Hausmüll ein. Mit 212 Kilogramm liegt der Kreis deutlich über dem Landesschnitt von 156 Kilo. Das gilt auch für das Altpapier (82 Kilo pro Einwohner und Jahr).

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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