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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Erntedank: Bauern rechnen mit mehr Extremwetter

28.09.2018

Friesland Die extreme Hitze und Trockenheit in diesem Sommer waren natürlich vorherrschende Themen bei der Übergabe der Erntekrone von den Landvolkvereinen Frieslands an den Landkreis. Traditionell wurde nach dem Aufhängen der Erntekrone, die vom Landvolk Cleverns-Sandel-Möns gebunden wurde, auf das Jahr zurückgeblickt.

„Natürlich schimpfen wir immer mal über das Wetter“, sagte Kreislandwirt Hartmut Seetzen. „Aber das ist auch Natur und höhere Gewalt – und dagegen können wir nichts machen.“ So wolle er nicht jammern und klagen – sondern einfach nur berichten, wie das Jahr gelaufen ist.

40 Prozent weniger

„Letztes Jahr konnten wir nicht aufs Land – und dieses Jahr brauchen wir nicht aufs Land“, so das Fazit von Seetzen. Allein im Nordkreis sei durch die Trockenheit 40 Prozent weniger Getreide geerntet worden.

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Viele Landwirte mussten Futter dazukaufen – dadurch entstanden höhere Kosten. „Andere Landwirte haben aber auch noch Reserven aus dem Vorjahr. Und manche Betriebe helfen sich gegenseitig aus“, so Setzen. Die Hauptsache sei, dass alle durch den Winter kommen.

Schwierig werde es nur, wenn das Problem „verschleppt“ wird: Wenn die Tiere im Frühjahr eher auf die Weide kommen, aber es dann weniger Gras für Silage gebe, sagte Seetzen.

Die „Dürre-Beihilfe“ des Bundes sei indes nur für Betriebe gedacht, die ohne Unterstützung in Existenznot geraten und nicht über den Winter kommen. „Davon ist aber wohl kein Betrieb im Landkreis Friesland betroffen“, sagte Seetzen.

Manfred Ostendorf, Geschäftsführer des Kreislandvolkverbands, sagte, dass es in Zukunft wohl immer mehr Wetter-Extreme geben wird – ob nun in die eine oder andere Richtung. „Deshalb müssen die Landwirte ihre Anbauflächen anpassen. Die Betriebe müssen vielseitiger werden – das sind Lernprozesse.“

Wenn das allerdings auch bedeute, dass öfter Futter dazugekauft werden muss, dann sollte man sich möglichst in der Region aushelfen – das sprach wiederum der Leiter des Veterinäramts Jade-Weser, Dr. Norbert Heising, an. Denn: „Wenn Futter aus der Ferne importiert wird, muss man die Afrikanische Schweinepest im Blick haben.“

Ohnehin könne die Schweinepest problematisch für die hiesige Wirtschaft werden: Schon jetzt rüstet sich das Land Niedersachsen mit dem Kauf von Zäunen. Für den Menschen sei die Schweinepest ungefährlich.

Breitbandausbau

Manfred Ostendorf sprach zudem noch ein ganz anderes Thema an: die Digitalisierung. „Die ist in der Landwirtschaft nämlich weiter fortgeschritten als in so manchen anderen Bereichen“, sagte er. Und genau deshalb sei die flächendeckende Breitband- und Netzabdeckung so wichtig. „Aber wenn der Trecker stehen bleibt, weil er keine Verbindung hat, und er keine Hilfe anfordern kann, weil er keine Netzverbindung hat – dann ist das problematisch“, so Ostendorf. „Wir haben Strom, wir haben Wasser – aber wir brauchen auch Breitband.“

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Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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