• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Schüler nehmen Kampf gegen Müll auf

30.03.2019

Friesland Sack öffnen, Müll reinwerfen, weiter geht’s: Überall im südlichen Friesland waren am Freitag Schüler unterwegs, um die Gegend von Müll zu befreien, der bekanntermaßen nicht in die Natur, sondern in den Müllsack gehört. Schon zum 22. Mal gibt es diese Aktion im Landkreis Friesland. Fast 6000 Menschen nehmen jedes Mal daran teil.

Auch in Dangast wurde der Abfall in der Umwelt – insbesondere der Plastikmüll im Meer – thematisiert. Im Weltnaturerbeportal fand am Freitagvormittag die Auftaktveranstaltung der Frühjahrsputzaktion statt. 5,5 Tonnen Müll werden laut Landrat Sven Ambrosy jedes Jahr im Landkreis Friesland aus der Umwelt geholt. „Man müsste sich nur einmal vorstellen, was passiert, wenn wir das nicht täten. Dann hätten wir eine vermüllte Gegend – und was unsere Einwohner und insbesondere unsere Gäste dazu sagen würden, dass können wir uns denken.“

Zum Auftakt gaben Hanna-Lena Oer vom Nationalpark-Haus Dangast und Lotta Lanfermann-Baumann einen Überblick über das, was an Müll in der Nordsee schwimmt. Rund 40 Prozent des Abfalls kommen von der Seeseite, bestehen also aus alten Fischernetzen, Bojen oder dem, was bei Schiffshavarien über Bord geht. Auch Touristen tragen erheblich zur Verschmutzung des Wassers bei, indem sie ihren Müll am Strand liegen lassen oder Kunststoffspielzeug vergessen. Dazu kommt der Müll, der über die Flüsse vom Hinterland ins Meer geschwemmt wird.

Die Folgen sind dramatisch: Im Schnitt dauert es allein 450 Jahre bis eine Plastikflasche so weit zersetzt ist, dass man sie nicht mehr sehen kann. Damit hat sich das Problem aber längst nicht erledigt. Tiere nehmen das Mikroplastik und die damit verbundenen Giftstoffe auf, werden gefangen und landen schließlich auf den Tellern der Menschen. So landet der Müll aus dem Meer im eigenen Körper.

Die größeren Plastikteile richten ebenfalls jede Menge Schaden an. Tiere können daran ersticken, fressen die Teile und verletzen sich daran, oder haben schon so viel Plastikmüll im Magen, dass sie keine Nahrung mehr aufnehmen können und verhungern.

Der beste Schritt, dagegen etwas zu unternehmen, sei, Plastikmüll zu vermeiden. Müll trennen, langlebige Produkte nutzen, Produkte ohne viel Plastikverpackung oder Mikroplastik kaufen und einfach einen Jutebeutel zum Einkaufen mitnehmen hilft bereits. Besonders gefährlich seien gerade kleine Dinge wie Zigarettenstummel, zumal sich das Nikotin schnell im Wasser löse und dieses vergifte. Das ist besonders für Kleinstlebewesen wie Flohkrebse gefährlich.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2504
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.