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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Frauen als stille Reserve des Arbeitsmarkts

23.08.2019

Friesland /Gödens In der Diskussion um den Klimawandel ist ein anderer grundlegender Wandel etwas aus dem Blickfeld geraten: der demografische Wandel, die Überalterung der Gesellschaft, die nicht zuletzt auch die Arbeitswelt vor größte Herausforderungen stellt. Für viele Firmen wird es zunehmend schwieriger, Fachkräfte zu finden und dauerhaft zu halten. Was also tun gegen den Fachkräftemangel? Das war eine Kernfrage des Wirtschaftsforums „Perspektive Friesland“, zu dem die Wirtschaftsförderung des Landkreises Unternehmer und Vertreter aus Politik und Wirtschaft zum Austausch auf Schloss Gödens eingeladen hatte.

Einen Lösungsansatz, der sich schon seit Jahren bewährt habe, stellten Susanne Herbst und Maike Breuker von der Koordinierungsstelle „Frauen und Wirtschaft Jade-Weser“ vor. Sie kümmern sich um Frauen, die aus vielerlei Gründen aktuell nicht erwerbstätig oder auf Jobsuche sind. „Diese Frauen sind die stille Reserve des Arbeitsmarktes und ein großes Potenzial für die Unternehmen“, so Susanne Herbst.

Frauen in Beruf bringen

Aufgabe der Koordinierungsstelle ist, diese Frauen anzusprechen und zu beraten und sie bei ihrer Rückkehr in den Job zu unterstützten. Frauen, die nach längerer Erziehungsphase wieder zurück in den Beruf möchten, wüssten oft nicht, was ihre beruflichen Qualifikationen noch wert sind. Die Koordinierungsstelle hilft mit Workshops bei Wiedereinstieg, beruflicher Veränderung und Karriereplanung und stellt Kontakte zu Unternehmen her. „Wir haben rund 200 Frauen im Pool, viele könnten sofort loslegen“, sagte Susanne Herbst.

Maike Breuker ging auf den immer wichtigeren Aspekt der Familienfreundlichkeit ein, den Unternehmen und Kommunen ihren (künftigen) Fachkräften bieten müssten. „Ein gutes Gehalt ist nach wie vor ein gutes Argument, aber längst nicht mehr alleinentscheidend.“

Zuvor hatten Landrat Sven Ambrosy und Kreis-Wirtschaftsförderer Rainer Graalfs die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreis dargestellt. Dieses Jahr sei es gelungen, die Marke von 30 000 sozialversicherungspflichtigen Jobs zu knacken, so Ambrosy. Das durchschnittlich verfügbare Einkommen aller Friesländer – vom Säugling bis zum Greis – sei gestiegen: von 18 000 Euro vor fünf Jahren auf heute fast 24 000 Euro. Der Abstand zu den Ammerländern, denen der Kreis Friesland einst beim verfügbaren Einkommen mit 2000 Euro hinterherhechelte, sei auf 50 Euro zusammengeschmolzen. „Die Aufholjagd hat begonnen“, sagte Ambrosy. Und wenn’s weiter so gut läuft, setze Friesland bald zum Überholen an.

Das geht aber natürlich nur mit Fachkräften. Und die werden immer weniger, so Ambrosy. Viele haben sich schon in den Ruhestand verabschiedet und bald gingen die Baby-Boomer in Rente. Von unten kommen zu wenige nach. Man merke es unter anderem an den geringer werdenden Einschulungszahlen.

Potenzial Urlauber?

Neben dem großen Potenzial an Frauen für den Arbeitsmarkt sieht Ambrosy auch in den Friesland-Urlaubern den einen oder anderen, „den man mit guten Job-Angeboten hierbehalten könnte, wenn sie schon freiwillig ihre Zeit bei uns verbringen.“ Dazu muss der Kreis gute Bedingungen bieten. Gute Schulen, Digitalisierung, Wohnen, ärztliche Versorgung auch auf dem Land und vieles mehr seien solche Kriterien.

Zu den Referenten des Abends gehörte zudem der Technologieberater Dr. Michael Schuricht von der Jade-Bay GmbH. Er brachte Beispiele aus Innovation und technologischem Fortschritt von Betrieben in Friesland. Der über die Jade-Bay angebotene Wissens- und Technologietransfer setze niedrigschwellig an und könne bereits einige Erfolge vorweisen.

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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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