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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Weiße Flecken sind bald Vergangenheit

23.11.2019

Friesland Ein kleiner Haufen Sand auf dem Gehweg neben der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Jever: Dort hat am Freitag mit dem symbolischen ersten Spatenstich eines der größten Infrastrukturprogramme begonnen, das in Friesland je umgesetzt wurde. Den Start des Breitbandausbaus verglich Landrat Sven Ambrosy sogar mit der Einführung des elektrischen und des Wasser- und Abwassernetzes. „Vermutlich hat die Digitalisierungsinfra­stuktur strategisch sogar eine noch höhere Bedeutung, weil wir am Anfang einer Kulturrevolution stehen.“ Die Digitalisierung dringt immer schneller und immer tiefer in alle Bereiche des Lebens vor. Aktuell verdoppelt sich der Breitbandbedarf eines Haushalts durch neue Onlinedienste etwa alle zwei Jahre.

Zahlen zum Ausbau

Bis Weihnachten 2020 soll der Breitbandausbau in Friesland abgeschlossen sein.

Der Ausbau:
 Tiefbau: 145 Kilometer plus 40 Kilometer Hausanschlüsse
 Haushaltsanschlüsse: 3437; davon 990 FTTC und 2447 FTTB
 Glasfaserkabel: 650 Kilometer
 Leerrohre: 250 Kilometer Die meisten Kilometer Glasfaser – 54,4 – werden im Wangerland verlegt; dort gibt es nur FTTB-Anschlüsse. Die kürzeste Strecke mit 6,7 Kilometern hat Sande.

Die Finanzierung: Insgesamt kostet die Glasfaserverlegung rund 20 Millionen Euro, davon entfallen
11,3 Millionen Euro auf den Bund
 4,82 Mio. Euro auf das Land
 3,8 Millionen Euro auf den Landkreis Friesland Der Kostenanteil der Schulen am Breitbandausbau macht 710 300 Euro aus.

Und doch können in Friesland zu viele private Haushalte, Schulen und Betriebe daran nicht oder nur unzureichend teilhaben, weil sie in so genannten „weißen Flecken“ liegen – also solchen Gebieten, in denen es Funklöcher und eine viel zu geringe Netzabdeckung gibt. Das soll sich ändern und nach langer Planung, Voruntersuchungen und der erforderlichen Ausschreibung soll es nun losgehen mit dem Breitbandausbau. Spätestens Weihnachten 2020 soll Friesland voll digital und die weißen Flecken verschwunden sein – umgesetzt werden Geschwindigkeiten von 50 mbit/s.

Zum Start des Breitbandausbaus erschien auch Staatssekretär Stefan Muhle vom Ministerium für Wirtschaft und Digitalisierung mit der zweiten Tranche des Förderbescheids.

4,8 Millionen Euro schießt Land zu

Das niedersächsische Wirtschaftsministerium fördert den Breitbandausbau in Friesland mit weiteren rund 2,4 Millionen Euro: Bereits 2017 hat der Landkreis eine Förderung von 2,4 Millionen Euro erhalten – bei einer Gesamtinvestition von zehn Millionen Euro. Weil der Kreis das Ausbauvorhaben erweitert hat und sich die Kosten auf 21 Millionen Euro erhöht haben, erhält er nun einen Zuschlag.

Geplant ist, dass 641 Haushalte ein Upgrade von FTTC-Anschlüssen (Fibre-to-the-curb/Glasfaser bis zum Bord­stein) auf FTTB/H-Anschlüsse (Fibre-to-the-Building/Glasfaser bis zum Haus) erhalten. Zudem werden in Projektgebieten 416 weitere Haushalte mit FTTB/H-Anschlüssen ausgestattet. 41 Grundschulen, weiterführende Schulen sowie Volkshochschule werden ans Glasfasernetz angeschlossen.

Die kreiseigene Breitbandfördergesellschaft Friesland in Friesland verlegt Leerrohre und Glasfaser, EWE Tel wird das Glasfasernetz nach Bauabschluss betreiben. Informationen zu den Projektgebieten und wann die jeweiligen Anschlüsse umgesetzt werden, sind online in einer Karte einzusehen:


     www.friesland.de/breitband 
Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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