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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Natura 2000: Noch drei Schutzgebiete sind in Arbeit

02.02.2018

Friesland Das Land Niedersachsen ist Schlusslicht bei der Meldung von Naturschutzgebieten an die Europäische Union. Doch an Friesland liegt es nicht, dass dem Land nun eine Geldbuße in dreistelliger Millionenhöhe droht – denn der Landkreis wird noch in diesem Jahr die Sicherung seiner Naturschutzgebiete nach der „Natura-2000-Richtlinie“ abschließen.

Bereits abgeschlossen ist laut Kreissprecherin Nicola Karmires die Sicherung der Natura-2000-Gebiete „Lengener Meer, Stapeler Moor, Baasenmeersmoor“ (kreisübergreifend, siehe Infokasten unten), „Wangerland binnendeichs“ sowie „Marschen am Jadebusen-West“: Das EU-Vogelschutzgebiet „Wangerland“ (Wangerland binnendeichs) ist 1928 Hektar groß, wurde 2008 ausgewiesen zum Schutz der Wiesenweihe und als Hochwasserrastplatz ausgewiesen. Es erstreckt sich von Schillig südlich an Minsen vorbei bis Bassens, einen zweiten Teilbereich bilden der Neu-Augusten-, der Friedrichs-Augusten- und der Sophiengroden. Wertbestimmende Gastvögel sind Goldregenpfeifer, Kiebitzregenpfeifer, Kiebitz, Großer Brachvogel, Dunkler Wasserläufer, Pfeifente, Lach- und Sturmmöwe.

Das Landschaftsschutzgebiet „Marschen am Jadebusen-West“ bildet zusammen mit den „Marschen am Jadebusen-Ost“ in der Wesermarsch das EU-Vogelschutzgebiet V 64 „Marschen am Jadebusen“ und überschneidet sich mit dem FFH-Gebiet 180 „Teichfledermaus-Habitate im Raum Wilhelmshaven“.

Status der FFH-Gebiete in Niedersachsen

Blau: Als FFH-Gebiet gesichert Rot: nicht gesichert

Dabei handelt es sich um landwirtschaftlich genutzte, weitgehend offene und gehölzarme Marschgebiete mit eingestreuten Höfen und Einzelhäusern. Gehölzbestand fehlt fast völlig, Baumbewuchs ist lediglich in Form kleiner Hofgehölze, Baum- und Gebüschreihen zu finden. Das Gebiet ist für Gastvogelarten des Offenlands von besonderer Bedeutung. Ein Teil dieser Vögel nutzt das Gebiet vor allem als Hochwasserrastplatz und Nahrungsgebiet (insbesondere Löffler, Watvögel, Möwen), andere Vogelarten (Gänse, Enten) nutzen das Gebiet zur Rast und zur Nahrungssuche.

Bei den drei Gebieten, die von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises noch auszuweisen und zu sichern sind, handelt es sich um mehrere Teichfledermaus-Gewässer zusammen mit Wilhelmshaven; außerdem laufen die Verfahren zur Sicherung der Schutzgebiet Sumpfmoor Dose und Neuenburger Holz.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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