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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Niedersächsischer Weg: Kreislandvolk Friesland zufrieden – trotz massiver Auflagen

03.11.2020

Friesland Der Rahmenvertrag steht – nun beginnt die Verabschiedung von entsprechenden Gesetzen: Der „Niedersächsische Weg“, bei dem Landwirtschaft, Naturschutz und die Landespolitik sich auf gemeinsame Ziele für mehr Natur-, Arten- und Gewässerschutz verständigt haben, ist jetzt in wesentlichen Punkten ausgestaltet.

Der niedersächsische Weg:

Landwirtschaft und Umweltverbände – Nabu und BUND – sowie Landwirtschafts- und Umweltministerium Niedersachsens haben einen verbindlichen Vertrag erarbeitet – konkrete Gesetze werden im Dezember/Januar vom Landtag verabschiedet. Der „niedersächsische Weg“ verpflichtet die Akteure in der Landwirtschaft, konkrete Maßnahmen für mehr Arten-, Natur- und Gewässerschutz umzusetzen.

Die Kreislandvolkverbände Friesland und Wesermarsch hatten sich bei der Ausgestaltung des „Niedersächsischen Wegs“ eingebracht und mit den Kollegen aus Ostfriesland und weiteren Küsten-Landvolkverbänden dafür gesorgt, dass die regionalen Besonderheiten der hiesigen Landwirtschaft berücksichtigt wurden.

Die zehn Thesen der deutschen Landwirtschaft

Die Initiative „Land schafft Verbindung – LsV“ hat den Reformationstag zum Anlass genommen, um nach Vorbild Martin Luthers „Zehn Thesen der Landwirtschaft“ zu veröffentlichen. Luther soll der Legende nach vor 503 Jahren 95 Thesen an die Tür zur Schlosskirche Wittenberg genagelt haben – die Mitglieder von LsV haben ebenfalls Thesen angebracht – auch an den Rathäusern Schortens, Hohenkirchen, Sande und Varel und am Kreisamt Jever.

Die zehn Thesen „Disputatio pro declaratione virtutis indulgentiarium agriculturae – Disputation zur Klärung der Kraft der Ablässe der Landwirtschaft“:
 1. Wir sichern die Ernährung der Bevölkerung.
 2. Wir erzeugen alle Lebensmittel nach höchsten deutschen Standards.
 3. Wir schützen unser Wasser und den Boden.
 4. Wir erhalten und bewahren die Kulturlandschaft.
 5. Wir sorgen für Lohn und Brot in Stadt und Land.
 6. Flächenverbrauch gefährdet die Nahrungsmittelerzeugung.
 7. Wir können nicht von unserer Hände Arbeit leben.
 8. Wir Landwirte werden gezielt ausgegrenzt.
 9. Heimische Lebensmittel dürfen nicht durch Importe ersetzt werden.
 10. Es kann nur in Frieden und Wohlstand leben, wer genug zu essen hat.

Mehr Infos unter landschafftverbindung.de

Aufgrund des ausgedehnten Graben- und Gewässernetzes, des hohen Grünlandanteils und des Wiesenvogelvorkommens in den Vogelschutzgebieten sind die Landkreise entlang der Küste von besonders vielen Regelungen im „Niedersächsischen Weg“ betroffen. So war Dr. Karsten Padeken, Vorsitzender des Kreislandvolkverbands Wesermarsch, Teil der Arbeitsgruppe Wiesenvogelschutz, die sich seit Juni jede Woche in Hannover getroffen hat, um die entsprechenden Regelungen im Detail auszuarbeiten. Manfred Tannen, Präsident des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Ostfriesland, hat sich in der Arbeitsgruppe Gewässer engagiert.

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„Die Arbeitsgruppen haben sich am Ende auf Regelungen geeinigt, die den Natur- und Artenschutz verbessern und für die Landwirte auch praktikabel sind, die aber dennoch erhebliche Einschnitte für die Bewirtschaftung bedeuten“, betont Frieslands Kreislandwirt Hartmut Seetzen. „Dabei gilt das Prinzip, dass Landwirte für Leistungen, die sie für den Umweltschutz erbringen, auch bezahlt werden.“

Die Kreislandvolkverbände Friesland und Wesermarsch begrüßen zudem, dass der Naturschutzbund Nabu sich gleichzeitig dazu entschlossen hat, das „Volksbegehren Artenvielfalt“ nicht länger zu unterstützen. „Naturschutz ist nur gemeinsam mit den Landwirten möglich. Wir freuen uns, dass sich auch die Naturschutzverbände jetzt dieser Position angeschlossen haben“, sagt Hartmut Seetzen.


  www.niedersachsen.de/niedersaechsischer-weg 
Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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