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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Treckerdemo In Oldenburg: „Es geht nur mit uns – nicht ohne uns“

24.10.2019

Friesland Hunderte Landwirte, die mit ihren Treckern in Richtung Oldenburg ziehen und auf die schwierige Situation auf ihren Höfen hinweisen – die Treckerdemo vom Dienstag hat für viel Aufmerksamkeit gesorgt und in den sozialen Netzwerken auch viel Unterstützung erfahren. Auch aus Friesland und Umzu waren viele Landwirte dabei. Hier erklären sie, was gerade in der Landwirtschaft schief läuft.

Julian Gentemann und Johannes Schwepe aus Bockhorn, die beispielsweise Kälbermilch an viele Betriebe liefern, stellen sich auf die Seite der Landwirte: „Wir wollen gemeinsam mit ihnen das Tierwohl fördern, dies ist nicht möglich, wenn keine Zeit und kein Geld vorhanden sind“, betonen sie.

Auch Stefan Heyen aus Friedeburg betont, dass die Landwirte nicht gegen, sondern mit der Natur arbeiten würden. „Wir haben auch ein Anliegen daran, dass wir in 20 Jahren noch bestehen können. Wir sind jedoch nicht allein schuldig, keiner spricht über die öffentlichen Kläranlagen“, betont der 34-Jährige, der insgesamt 130 Milchkühe hält.

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„Wir haben in Deutschland die nachhaltigste Landwirtschaft der ganzen Welt, das ist für die Leute selbstverständlich und wird mit Füßen getreten“, sagt Johann Tammen aus Wiesedermoor in Friedeburg und betont, dass dies nicht umsonst zu haben sei. „Es gibt nur eine Lösung mit uns, aber wir werden nicht gehört“, betont der 41-Jährige, auf dessen Hof 280 Kühe leben.

Aus Neuaugustengroden im Wangerland ist Jens Garmers angereist: „Das Bauern-Bashing darf so nicht mehr passieren. Nitrat ist ein wichtiger Nährstoff und kein Gift. Das Gros der Landwirte hält sich zudem an die Verordnungen, auch wenn es natürlich schwarze Schafe gibt“, betont der 55-Jährige. Er hat einen Betrieb mit 100 Kühen und betreibt zudem Ackerbau: „Die Bürokratie nimmt überhand. Zudem bin ich gegen das Mercosur-Abkommen – wir können uns nicht hier einschränken und dann billig woanders produzieren lassen“, sagt Garmers.

Einen Betreib mit 550 Kühen betreibt Jan Philipp Doden aus Tengshausen im Wangerland: „Wir sind ein moderner Betrieb und werden schlecht dargestellt. Bei uns geht es einer Kuh besser als damals, das historische Bild wird oft romantisiert“, sagt der 27-Jährige.

Dirk Backhaus aus Friedeburg ist Pflanzenberater: „Wir haben schon genug Reformen hinter uns und behandeln die Flächen so, dass sie auch von den nächsten Generationen bewirtschaftet werden können“, betont der 40-Jährige. Zudem weist er darauf hin, dass jeder Landwirt vor dem Düngen eine Bedarfsermittlung vornimmt und die allgemeine Bevölkerung auch Nitrat ausstößt. Außerdem betont er, dass es nichts bringt, wenn Mittel wie Glyphosat verboten würden, aber die Bevölkerung nicht davor geschützt sei, weil möglicherweise Lebensmittel aus dem Ausland importiert würden, die diese Mittel enthalten.

Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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