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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

70 Jahre Kreisverband: Loblieder auf die Landfrauen

30.04.2018

Friesland /Wilhelmshaven Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Region nicht nur begleiten, sondern aktiv zu gestalten und positiv zu prägen: Das ist das Ziel der Kreislandfrauenverbands Friesland-Wilhelmshaven. Das unterstrich Vorsitzende Ellen Kromminga-Jabben am Freitag beim Kreislandfrauenabend zum 70-jährigen Bestehen des Verbands im Pumpwerk in Wilhelmshaven.

Mehr als 200 Gäste kamen dort zusammen, darunter viele Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Vereinen, auch Männer waren ausnahmsweise zugelassen. Eingeladen waren auch alle mittlerweile 1000 Mitglieder der neun Landfrauenvereins aus Cleverns-Sandelermöns, „Frauen ohne Grenzen“, Friesische Wehde, Gödens, Hohenkirchen, Hooksiel, Jever, Kniphausen und Schortens.

Die Landfrauenvereine hätten sich in den vergangenen Jahren erfolgreich neu aufgestellt, so Kromminga-Jabben. Statt sich ausschließlich um Themen rund um Küche und Haushalt zu kümmern, nehmen die Landfrauen mehr politischen Einfluss und verstehen sich als Interessenvertretung sowohl für die Bäuerinnen als auch für alle Frauen, die im ländlichen Raum leben.

In einem Grußwort lobte die Vareler Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller (SPD) das Engagement der Landfrauenvereine und betonte, man müsse alles daran setzten, das Leben im ländlichen Bereich attraktiv zu halten. Neue Trends in der Tierhaltung, gesicherte Arbeitsplätze, kostenfreie Kinderbetreuung waren nur einige der Stichworte, die sie nannte.

In ihrem Festvortrag unter dem Motto „Landfrauen 3.0“ lieferte die Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbands, Brigitte Scherb, ein komplexes Bild der Perspektiven der Landfrauenvereine. Die seien politischer geworden, seien zugleich „ein starkes und lebendiges Netzwerk“. Das sei genau der richtige Weg.

Scherb forderte für den ländlichen Raum „Datenautobahnen statt Feldwege“, zudem Bildungsangebote, um sich auf diesen Autobahnen sicher zu bewegen. Der Politik warf sie vor, das Ehrenamt zwar zu loben, aber keine vernünftigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um es sinnvoll auszufüllen.

Zugleich warnte Scherb aber auch die Frauen vor der „Ehrenamtsfalle“. Viele Aufgaben würden heute missbräuchlich aufs Ehrenamt verlagert. Auch die Funktionsträger in den Landfrauenverbänden könnten schon bald die Arbeit nicht mehr ehrenamtlich leisten. In diesem Zusammenhang mahnte sie auch eine längst fällige Beitragserhöhung in vielen Vereinen an. Weitere Themen waren mangelnde Chancengleichheit, Altersarmut, Wirtschaftsperspektiven, gesellschaftliche Anerkennung und faire Preise für landwirtschaftliche Produkte.

Im musikalischen Rahmenprogramm begeisterte der Sander Jazz- und Popchor „CantaMare“ sowie die Frauen aus dem Vorstand des Kreisverbands, die eine Hymne auf die Landfrauen sangen.


     landfrauen-friesland-wilhelmshaven.de 
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