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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Von Wilhelmshaven über Sande und Varel nach Hannover

21.08.2017

Friesland /Wilhelmshaven Genau fünf Jahre müssen sich die Fahrgäste zwar noch gedulden, aber dann soll sie auch endlich da sein: eine umsteigefreie Direktverbindung von Wilhelmshaven über Sande und Varel nach Hannover. Das berichtete jetzt Verkehrsminister Olaf Lies (SPD).

„Dass dieser Streckenausbau so lange dauert ist zwar ärgerlich – aber leider auch der Normalfall“, sagte Olaf Lies. Denn: die Voraussetzung für den Streckenausbau ist die Sanierung der gesamten Strecke. So muss sie zweigleisig gebaut und elektrifiziert werden.

Zudem werden neue Fahrzeuge für diese Strecke gebraucht. Und schließlich muss im nächsten Jahr erst einmal eine Ausschreibung erfolgen, die eine bestimmte vorgesehene Vorlaufzeit hat. Und all das dauert leider.

Zwar freuen sich auch Landrat Sven Ambrosy, Wilhelmshavens Oberbürgermeister Andreas Wagner und der Regionalverbandsvorsitzende von ProBahn Ems-Jade Hans-Joachim Zschiesche über den Ausbau der Strecke. Aber alle betonten: es dürfte natürlich auch schneller gehen.

„Wir bekommen ja mit, wie woanders gebaut wird – zeitlich viel gestauchter“, so Ambrosy. „Es ist durchaus ein Nachteil, dass wir rechtlich an so lange Vorlaufzeiten gebunden sind – von mir aus kann es auch 2018 losgehen“, sagte Wagner.

Tilli Rachner, Geschäftsführer der Verkehrsregion Nahverkehr Ems-Jade, betonte dennoch seine Freude über den Ausbau und verkündete gleich weitere Neuerungen. So ist ebenfalls vorgesehen, dass die Regio-S-Bahn von Bremen über Oldenburg in der Hauptverkehrszeit nach Wilhelmshaven verlängert wird.

Zudem wird noch eine zusätzliche Schnellbahn zwischen Bad Zwischenahn, Oldenburg und Bremen eingerichtet. „Das entlastet die Züge zwischen Oldenburg und Bremen erheblich, da die oft voll besetzt sind“, so Rachner.

Aber auch hier gilt: es muss vorher erst noch einiges getan werden. So sind zum Beispiel zusätzliche Weichen in Bremen nötig, damit die Züge entsprechend verschoben werden können, sagte Rachner.

Vollkommen unabhängig von diesen Planungen des Streckenausbaus hält die Region aber auch weiterhin an der Forderung einer Fernverkehrsanbindung fest.

Der Streckenausbau

Ab 2022 soll es eine umsteigefreie Direktverbindung von Wilhelmshaven über Sande und Varel nach Hannover geben. Das soll erreicht werden, indem die Regional-Expresslinie von Norddeich nach Hannover in Oldenburg geflügelt wird – das heißt: ein Zugteil fährt wie bisher nach Norddeich, der andere Zugteil fährt von da an nach Wilhelmshaven. Im nächsten Jahr soll die Ausschreibung erfolgen. Zudem muss die Strecke elektrifiziert werden.

Der Zugteil, der nach Norddeich fährt, verfügt damit zunächst über weniger Kapazitäten als bisher. Fahrgasterhebungen zeigen, dass diese Kapazitäten montags bis donnerstags ausreichen. Von Freitag bis Sonntag soll der Zug ab Oldenburg verstärkt werden. Gleiches gilt für besondere An- und Abreisetage im Zusammenhang mit dem touristischen Reiseverkehr.

Darüber hinaus ist vorgesehen, dass die Regio-S-Bahn von Bremen über Oldenburg in der Hauptverkehrszeit nach Wilhelmshaven verlängert wird.

Außerdem wird eine zusätzliche Schnellbahn von Bad Zwischenahn über Oldenburg nach Bremen eingerichtet. Diese hält nur an den Haupthaltepunkte, ähnlich wie jetzt der RE und der IC. „Damit wird die Kapazität in diesem Bereich, die heute oft an der Grenze liegt bzw. schon überlastet ist, erheblich vergrößert und wird damit auch zu einer Entspannung führen“, erklärte Tilli Rachner, Geschäftsführer der Verkehrsregion Nahverkehr Ems-Jade.

Antje Brüggerhoff
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965312

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